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Von IBAK

IBAK lud zur IFAT-Nachlese

Nach der IFAT nutzen die Nordlichter die nächste große Bühne, um über Neuheiten in der Inspektions - und Sanierungtechnik von Kanalrohren zu informieren. Über die Segelregatten hinaus ist die Kieler Woche stets auch ein gesellschaftlicher Treffpunkt mit Kongressen, Vorträgen und Diskussionen. Ein geeigneter Anlass folglich, um mit Kunden und Interessenten zu dem Thema „IFAT-Nachlese“ zusammen zu kommen. Der Marktführer für Kanalrohrinspektionssysteme öffnete seine Türen und erlaubte mehr als nur einen Blick hinter die Kulissen. In praxisorientierten Workshops wurden unter anderem die elektrischen Fräsroboter MicroGator und NanoGator, die Dreh- und Schwenkkopfkamera ORPHEUS 2 HD und die 360°-Kamera-Technologie PANORAMO 4K vorgestellt.
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Von JT-elektronik (SJ)

Call for Papers - Lindauer Seminar 2019

Fachveranstaltung zur Entwässerung, Inspektion und Sanierung von Kanal- und Rohrsystemen mit dem Thema „Praktische Kanalisationstechnik – Zukunftsfähige Entwässerungssysteme“

 

Im Zuge der Planung und Vorbereitung des nächsten 32. Lindauer Seminars „Praktische Kanalisationstechnik – zukunftsfähige Entwässerungssysteme“, das am 14. und 15. März 2019 in Lindau/Bodensee stattfindet, gibt es einen Aufruf zur Einreichung von Vorträgen des Veranstalters JT-elektronik.

 

Interessierte haben die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Vortrag beim bekannten Branchenforum zu beteiligen oder über Wünsche und Anregungen das Vortragsprogramm mitzugestalten.

 

Dem sogenannten „Call for Papers“ können die Themen entnommen werden, zu denen Einreichungen möglich sind, sowie die Informationen, in welcher Form die Einreichung erfolgen sollte.

 

Vorschläge senden Sie bitte bis zum Fr. 27. Juli 2018 ein. Nach der Einreichungsfrist werden die eingegangenen Vorschläge durch den Seminarprogramm-Ausschuss gesichtet und bewertet und das Vortragsprogramm für das Seminar 2019 zusammengestellt.

 

Wenn feststeht, welche Vorträge für das Seminarprogramm 2019 ausgewählt wurden, werden die Beteiligten informiert.

 

Das 32. Lindauer Seminar findet vom 14.-15. März 2019 in Lindau/Bodensee unter Mitwirken von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann (Aachen), Univ.-Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert (München), Prof. Dr.-Ing. Karsten Kerres (Aachen) und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer (Kaiserslautern) statt.


Seit Ende der 1980er Jahre haben sich die Lindauer Seminare immer weiterentwickelt. Seit einigen Jahren stellt diese Veranstaltungsreihe mit häufig mehr als 500 Teilnehmern und ca. 70 ausstellenden Firmen das größte und bedeutendste deutschsprachige Fachforum für die Siedlungsentwässerung dar. Die Tagung ist eine zentrale Plattform mit einer zweitägigen Vortragsreihe und einer begleitenden Fachausstellung

Das Seminarprogramm beinhaltete alle relevanten Themen, Fragestellungen und Erfahrungsberichte rund um die praktischen Kanalisationstechnik und Instandhaltung von Kanalisationen.

 
Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich an Dipl.-Kffr. Sonja Jöckel.


Interessierte an der begleitenden Firmenausstellung haben bereits jetzt schon die Möglichkeit, sich vorab für einen Standplatz zu registrieren (unter www.jt-elektronik.de).



Info/Kontakt:

JT-elektronik GmbH, Robert-Bosch-Str. 26, 88131 Lindau, Tel. 08382/967360, www.jt-elektronik.de

Ansprechperson: Dipl.-Kffr. Sonja Jöckel

Email: sonja.joeckel@jt-elektronik.de

Call for Papers 2019.pdf
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    Das 29. Lindauer Seminar

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    Volker

    „Praktische Kanalisationstechnik – Zukunftsfähige Entwässerungssysteme“

    Das 29. Lindauer Seminar

    10. und 11. März 2016

    Die wasserwirtschaftliche Verantwortung in Politik und Technik 

    Prof. Karsten Kerres, Aachen

     

    Die nunmehr 29. Veranstaltung des Lindauer Seminars am 10. und 11. März 2016 demonstrierte mit fast 500 Teilnehmern, 23 Referenten und 64 Ausstellern unter der Leitung von Herrn Prof. Max Dohmann und Herrn Prof. Wolfgang Günthert eindrucksvoll die wasserwirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung technisch intakter und zukunftsfähiger öffentlicher und privater Entwässerungssysteme.

     

    Rahmenbedingungen und  zukünftige Herausforderungen

    Herr Prof. Max Dohmann lenkte zum Auftakt der Veranstaltung zunächst einen Blick auf die Zukunft der Abwasserinfrastruktur in Deutschland. Er stellte dar, dass die deutsche Abwasserinfrastruktur Weltniveau habe. Dennoch zeichneten sich, so Prof. Dohmann, zukünftig notwendige Veränderungen bzw. Ergänzungen ab: Trotz stagnierender Einwohnerzahlen in Deutschland würden die zum Bestandserhalt und Ausbau der Kanalisationen erforderlichen Investitionen in einer Größenordnung von etwa 3,7 Mrd. €/a liegen. Gründe hierfür seien unter anderem wachsende Siedlungsflächen, die Intensivierung der Maßnahmen zur Erhaltung der vorhandenen Infrastrukturen oder auch eine Erhöhung des Anteils der Trennkanalisation

    Herr MDgt Prof. Dr.-Ing. Martin Grambow, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft und Bodenschutz des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz stellte sich anschließend der Frage, ob die Abwassersysteme für die künftigen Herausforderungen gerüstet sind. Er führte aus, dass das etablierte System der Abwasserentsorgung als grundlegende Säule der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger geräuschlos und reibungsfrei funktioniere. Vor diesem Hintergrund lohne es sich nachzufragen, ob und wo sich Probleme abzeichnen könnten, denn die Abwasseranlagen seien hinsichtlich grundlegender Veränderungen schwer handhabbar und unflexibel. Netzbetreiber und Städteplaner seien demnach gut beraten, das Thema zukunftsfähige Siedlungsentwässerung rechtzeitig in den Katalog ihrer regelmäßigen Bilanzierungen mit aufzunehmen und vorhandene Spielräume für Anpassungen und Modifikationen, mit denen die Erfolge in der Siedlungsentwässerung weiterentwickelt werden können, zu nutzen. So existiere allein im Ausbau der getrennten Niederschlagswasserableitung ein erhebliches Anpassungspotential. Auch sei es ratsam, die ursprünglichen Bemessungsannahmen der zwischenzeitlich erfolgten und der zukünftig prognostizierten Ortsentwicklung gegenüberzustellen und zu überprüfen. Zusammenfassend solle jede Gelegenheit genutzt werden, um bei größeren Maßnahmen am Kanalnetz auch dessen intelligente Weiterentwicklung zu verfolgen. Der Zeitpunkt für eine Weiterentwicklung der Abwassersysteme sei, so Prof. Grambow, immer richtig.

    Die Rolle der Entwässerungssysteme im Rahmen der Überflutungsvorsorge beleuchtete Prof. Dr.-Ing. Marc Illgen (Hochschule Kaiserslautern). Er betrachte die Überflutungsvorsorge als Gemeinschaftsaufgabe, an der sich Entwässerungsplanung, Stadt- und Verkehrsplanung sowie Politik gleichermaßen beteiligen müssten. Grund sei, dass vor dem Hintergrund zu erwartender Starkregenereignisse Ausbaumaßnahmen an der Kanalisation teuer, allein aber nicht heilbringend seien. Ergänzend seien Maßnahmen an Oberfläche, wie Retentions- oder Versickerungsflächen vorzusehen oder sogar zu bevorzugen.

     

    Siedlungsentwässerung – heute und morgen

    Wie ein solches Umdenken in der Praxis funktionieren kann, stellte Herr Dipl.-Ing. Reinhard Beck (Ingenieurbüro Reinhard Beck GmbH & Co. KG) am Beispiel der Stadt Solingen dar. Die weltweite Klimaveränderung werde im Umfeld einer Stadt nicht zu bremsen sein. Jedoch trage die Kommune für die innerstädtische Versiegelung ihrer Siedlungsbereiche die alleinige Verantwortung. Dabei rängen die wirtschaftlichen Interessen der Kommunen, Bauland zu schaffen oftmals mit der notwendigen Begrenzung einer weiteren Versiegelung. In Solingen beispielsweise nähme die Stadt bereits ihre Verantwortung für die Folgen von Starkregen wahr, indem sie stadtweit die Überflutungsrisiken bei Starkregen ermitteln ließe: Aufgrund der Erkenntnis, dass die entscheidenden Abflüsse bei Starkregen auf der Oberfläche erfolgen, läge auch dort der künftige Fokus der Abflusssimulation und der Schutzmaßnahmen. Die neu aufgestellte Siedlungsentwässerung sei in Solingen zukünftig Bestandteil eines gesamtkommunalen integralen Planungsansatzes, der die Anforderungen seiner Bürger hinsichtlich Entwässerungskomfort und Überflutungsschutz unter Berücksichtigung der ökologischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Belange erfülle.

    Herr Dr.-Ing. Holger Hoppe (Dr. Pecher AG) ergänzte mit seinem Vortrag zu Planung und Betrieb zukunftsfähiger Entwässerungssysteme, dass nicht nur Ausbaumaßnahmen erforderlich seien, sondern insbesondere in der Betriebsoptimierung der bestehenden Entwässerungssysteme erhebliche Anpassungspotentiale bestünden. Oftmals würden mit erheblichem Aufwand bereits jetzt Messdaten aller Art erhoben. Herr Dr. Hoppe führte aus, welchen Wert diese Daten hätten und nannte als Beispiele einer intelligenten Nutzung solcher Informationen die verschmutzungsabhängige Kanalnetzsteuerung in Wuppertal oder auch neuartige Möglichkeiten der Fremdwassererfassung.

     

    Ausschreibung und Vergabe bei der Kanalinstandhaltung

    Herr Bernd Düsterdiek (Deutscher Städte- und Gemeindebund) stellte in seinem Vortrag seine Einschätzung zu den neuen EU-Vergaberichtlinien aus kommunaler Sicht dar. Die EU-Vergabereform sei seiner Ansicht nach die größte Reform seit 10 Jahren und ziehe eine neue Struktur des Vergaberechts nach sich. Betroffen seien beispielsweise die Vergabe freiberuflicher Leistungen, die Bewertung der Bietereignung oder auch die Bewertung von Inhouse Geschäften bei interkommunalen Kooperationen bzw. im Rahmen einer öffentlich-öffentlichen Zusammenarbeit.

    Herr Michael Hippe (Ingenieurbüro Fischer GmbH) stellte Methoden der Ausschreibung und Vorbereitung der Vergabe durch ein Ingenieurbüro vor. Dabei müssten, so Herr Hippe, trotz aller Planungswerkzeuge, mittels derer beispielsweise die Durchführbarkeit bestimmter Sanierungsmaßnahmen vorbewertet werden kann, die Ausschreibung immer auch durch eine konsequente Orts- und Schachtbegehung vorbereitet werden. Darüber hinaus müssten bei der Wahl des Sanierungsverfahrens nicht nur Schadensbilder und -ausprägungen, sondern auch die Aspekte der Abflusslenkung, der Abfalllenkung und der Verkehrslenkung berücksichtigt werden. Die Vergabe von Leistungen solle nach standardisierten Methoden erfolgen. Dabei sollten zunächst beispielsweise unvollständige Angebote ausgeschlossen werden und anschießend die Eignung der Anbieter in Hinblick auf Fachkunde oder Zuverlässigkeit geprüft werden. In weiteren Schritten empfehle sich die rechnerische, technische und wirtschaftliche Prüfung sowie eine abschließende Wertung der Angebote.

    Herr Uwe Neuschäfer (KASSELWASSER, Güteschutz Kanalbau) stellte das Aufgabenfeld des Güteschutz Kanalbau vor. Vor dem Hintergrund dass ca. 75 % aller Schäden im Kanal auf Planungs- oder Ausführungsfehler zurückzuführen seien, stehe Gütegemeinschaft mit ihren Handbüchern und dem Überwachungskonzept für einen fachgerechten Umgang mit dem größten Anlagevermögen der Kommunen. Dies solle und könne zwar kein Ersatz für eine qualifizierte Planung, Bauausführung und Bauüberwachung seitens der Auftraggeber sein, stelle aber in Anbetracht möglicher zu erwartender Mängel eine wichtige Ergänzung dar.

     

    Qualität und Anforderungen bei der Ausführung der Kanalinstandhaltung

    Herr Prof. Dr.-Ing. Bert Bosseler (IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH) führte in seinem Vortrag die Besonderheiten an die Anforderungen an den Betrieb privater Leitungen im öffentlichen Grund aus. Diese ergäben sich durch Zielkonflikte wie beispielsweise die Drainage des privaten Grundstücks und der Fremdwasservermeidung im öffentlichen Kanal. Nach wie vor sei eine umfassende Beratung der Eigentümer hinsichtlich Funktion der Grundstücksentwässerung als Teilbereich der Siedlungsentwässerung und auch den Folgen nicht sachgerecht betriebener Leitungen erforderlich, wie sie z.B. über die Internetplattform „Bürgerinfo Abwasser“ geleistet werde.

    Die Anforderungen an die 3d-Rohrverlauf-Vermessung mittels ASYS wurden von Herrn Dipl.-Ing Sven Kämpfer (Ingenieurbüro S. Kämpfer) dargestellt. Die geodätische Lagemessung abwassertechnischer Anlagen leiste zusammen mit der Zustandserfassung einen wertvollen Beitrag für eine wirtschaftliche und nachhaltige Sanierungsplanung, da die Information über das inspizierte Netz um dessen Lage vervollständigt werde. Der generierte Lageplan könne zur Darstellung von Rückstauebenen und damit für hydraulische Berechnungen herangezogen werden. Zudem werde das Auffinden von Leitungen für eventuelle Sanierungsmaßnahmen deutlich erleichtert. Dies sei aufgrund der Vielzahl verlegter Leitungen und der Arbeiten unter erschwerten Bedingungen insbesondere bei industriellen Anlagen von besonderer Bedeutung.

    Herr Dipl.-Ing. Wilfried Günzel, ö.b.u.v. Sachverständiger für Kanalinspektion u. grabenlose Kanalsanierung, griff in seinem Vortrag die Frage auf, ob Mängel in der Sanierung die Ursache einer fehlerhaften Planung und Ausführung seien. Er stelle seit Jahren eine Zunahme an Rechtsstreitigkeiten bei Kanalsanierungsarbeiten fest, obwohl neben den Gütezeichen eine Fülle von Normen, Regelwerken oder Empfehlungen zur Verfügung stünden und die Verfahren als solche weitgehend ausgereift seien. Anhand verschiedener Fallbeispiele zeigte er auf, dass auch eine sehr gute Ausschreibung mit Vorgabe von Qualitätsstandards kein Garant für eine fachgerechte Ausführung sei. Sei allerdings die Planung bzw. Ausschreibung mangelhaft, könne man zu einem erheblichen Teil davon ausgehen, dass die Ausführung auch Mängel aufweise und es oftmals zu vermeidbaren Rechtsstreitigkeiten kommen könne.

     

    Wirtschaftliche Aspekte bei der Betriebsorganisation und -führung

    „Wie viel Beratung ist erforderlich?“ Dies hänge wesentlich, so Herr Prof. Günthert, wesentlich von der Schwierigkeit der Aufgabe und von der Qualifikation der Beteiligten ab. Aus seiner praktischen Erfahrung aus beratender Tätigkeit stellte Herr Prof. Günthert aber auch dar, dass die vom Auftraggeber gewünschte Leistung nur dann erbracht werden könne, wenn diese mit der ausgeschriebenen Leistung, und diese wiederum mit der geleisteten Arbeit deckungsgleich seien. Hier kompetent zwischen den Akteuren zu vermitteln sei ebenso wie die Prüfung, ob die vom Auftraggeber gewünschte Leistung mit der erforderlichen Leistung deckungsgleich sei, wesentliche Aufgabe von Beratungsleistungen.

     

    Wie Effizienzsteigerung in industriellen Unternehmen aus Sicht eines Unternehmensberaters geschehen könne und welche Rückschlüsse hieraus für den Kanalbetrieb gezogen werden können, war Inhalt des Vortrages von Herrn Dr. Rainer Heger (TMG Consultants). Ressourcenknappheit, so Dr. Heger sei der wesentliche Antrieb für verschwendungsarmes Handeln. Dabei ginge es nicht um ein Mehr an Methoden, sondern „lediglich“ um das Selektieren von Prozessen und Werkzeugen, das Standardisieren von Prozessen und letztlich um die eigene Selbstdisziplin, sinnvolles Handeln in der tagtäglichen Praxis umzusetzen.

    Herr Herman Doblinger, AWA Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU, stellte in diesem Zusammenhang zunächst die Möglichkeiten der Unternehmensform „Gemeinsames Kommunalunternehmen“ vor: Kurze Entscheidungswege, klare Organisationsstrukturen würden gemeinsam mit weiteren Vorzügen, wie die Wahrnehmung als kommunales Non-Profit-Unternehmen für einen erheblichen Rückhalt in Politik und Bevölkerung sorgen und so zu einem wirtschaftlichen Betrieb wesentlich beitragen. Hinzu käme, dass sich aus dem Kommunalverbund eine Unternehmensgröße ergäbe, die erweiterte Kompetenzen entwickeln könne und Synergien ermöglichen würde. Als Beleg führte er das Beispiel auf, dass Bauherren nun nicht mehr verschiedene Ansprechpartner für Antrag und Genehmigung der Wasserver- und Abwasserentsorgung eines Grundstückes aufsuchen müssten. Bürgerservice, so Herr Doblinger zusammenfassend, bedeute auch „Dienstleistungen rund um Wasser und Energie aus einer Hand“.

    Die Methoden der Substanzerhaltung des Kanalnetzes und das Vorgehen bei Planung und Vergabe von Sanierungsmaßnahmen beschrieb Herr Dr. Christian Falk aus Sicht der Stadtentwässerung Dortmund. Der gegenwärtige Zustand der Kanalisation in Deutschland wie auch in Dortmund und der damit einhergehende Sanierungsbedarf seien auch als Chance zur Umsetzung neuer Wege der Siedlungsentwässerung zu begreifen. Wie auch in den Vorträgen am ersten Veranstaltungstag, betonte Herr Dr. Falk die Notwendigkeit bauliche und hydraulische Sanierung der Netze nicht nur im Untergrund zu denken. Immer sollte eine mögliche Änderung der Entwässerungssituation in Betracht gezogen und so unter Einbezug der Siedlungs- und Verkehrsflächen mittelfristig neue Wege in der Siedlungsentwässerung gegangen werden.

    Herr Uwe Erdmann, Stadtentwässerung Herne, stellte dar, dass im Bereich der Instandhaltung von Kanalisationen neben der Sanierung auch die Reinigung ein erhebliches Einsparpotential böte. Er stellte die Methodik der Stadt Herne bei der Umsetzung einer bedarfsgerechten Kanalreinigung unter Einbezug von Schachtzoomkameras vor. Durch eine kostengünstige Erfassung und Dokumentation von Ablagerungen könnten bis zu 80 % der Haltungen, die bei einer turnusmäßigen Reinigung gespült würden, als ablagerungsfrei erkannt und bei Bedarf zu späteren Zeitpunkten gereinigt werden. Gleichzeitig könnten technische und personelle Ressourcen auf Haltungen fokussiert werden, die einer häufigen Reinigung bedürften. Verbesserter Entwässerungskomfort bei gleichzeitiger Kostenreduktion sei das positive Ergebnis, so Herr Erdmann.

     

    Neue Werkzeuge der Kanalinstandhaltung

    Zu Beginn des zweiten Veranstaltungstages wurden von Herrn B.Eng Tobias Jöckel und Herrn Dipl.-Ing. Ulrich Jöckel neue Techniken aus dem Hause JT-elektronik vorgestellt. Neben einer konsequenten Weiterentwicklung der bestehenden Produktpalette sei es auch Ziel des Hauses JT neue Werkzeuge für die effiziente Kanalinstandhaltung zu entwickeln. Als Beispiel führte Herr Ulrich Jöckel die bedarfsgerechte Kanalreinigung unter Kamerabeobachtung mit Dokumentation an, sodass Reinigungsbedarf, Reinigung und Reinigungsergebnis in einem Arbeitsgang erfasst werden könnten.

    Herr Prof. Karsten Kerres, FH Aachen, ergänzte in seinem Vortrag „Gibt es neue Techniken

    für den Kanalunterhalt?“, dass neue Techniken für den Kanalunterhalt dann effizienzsteigernd und erfolgreich seien, wenn Gerätetechnik, Planungswerkzeuge und Qualifikation der Mitarbeiter in gleichem Maße betrachtet würden. Als Beispiel stellte er eine gemeinsam mit JT-elektronik angestrebte Neuentwicklung im Bereich Georadar vor, die durch Messung aus dem Kanal heraus Hohlräume entlang der Leitungszone erfassen könne. Durch eine ergänzende Entwicklung von Schadenskürzeln und zugehörigen Zustandsklassen könnten Sanierungsbedarf und Sanierungserfolg ergänzend zu TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung unter Berücksichtigung der Standsicherheit bewertbar werden.

    Einen weiteren Themenkomplex stellte die dreidimensionale Erfassung von Abwasserbauwerken und Geländeoberfläche mittels Laserscantechnik dar. Diese auf vergangenen Seminaren schon vorgestellte Technik wurde weiterentwickelt. So können durch leistungsfähige mobile Rechner, Messergebnisse vor Ort beurteilt werden. Die technische Grundlagen und Möglichkeiten der Datenerfassung wurden von Herrn Dipl.-Inf. Christoph Held (Zoller + Fröhlich GmbH) in seinem Vortrag „On-Site Erhebung mit 3D - In Zukunft ein Muss?“ dargestellt. Die Lasermesstechnik böte eine erhebliche Unterstützung bei der Beurteilung von Schäden an Abwasseranlagen, wie beispielsweise Schächten. Die zugehörige georeferenzierte Bildverarbeitung unterstütze zudem eine vollständige Dokumentation der Entwässerungssysteme. Hierfür, so Dr. Hans-Peter Duwe (Duwe-3d AG) und insbesondere für die Zusammenführung der Dokumentation unterirdischer Systeme mit der Dokumentation der Geländeoberfläche, die ein wesentliches Werkzeug für neuartige hydraulische Betrachtungen darstellten, seien nach wie vor offsite Berechnungen erforderlich, die aber eine enorme Datenreduktion darstellten und so die Informationen in den Datenmanagementsystemen verwaltbar machten. Die praktische Anwendung des 3D-Laserscans wurde von Herrn Erik Büttner, Scandric 3D Solutions, vorgestellt. Anhand verschiedener Praxisbeispiele zeigte er auf, dass die Technik zunehmend Einzug in die Praxis fände und wertvolle Entscheidungshilfen liefere.

    Abschließend stellte Herr Dipl.-Ing Claus Externbrink (Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen) die Einsatzmöglichkeiten von Managementsystemen in Abwasserbetrieben dar. Unternehmerische Ziele wie Zielsetzungen, die sich aus Umweltschutzaspekten ergäben könnten mittels solcher Werkzeuge in Deckung gebracht werden, so Herr Externbrink. Voraussetzungen hierfür seien, dass die notwendigen Informationen zum einen leicht erfassbar und rechenbar seien und zum anderen die Dokumentationswege dem Personal verständlich gemacht würden. Als Fazit stellte er dar, dass Entwässerungsanlagen von der Öffentlichkeit immer intensiver beobachtet würden. Entsprechend seien klare Spielregeln Basis für regelmäßig zu veröffentlichende Kennzahlen. Hierdurch würde Transparenz geschaffen und letztlich das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Tätigkeiten des Abwasserbetriebes gestärkt.

     

    Zusammenfassend zeigte auch das diesjährige Lindauer Seminar, dass die Zukunftsfähigkeit der Siedlungsentwässerung nicht nur ein technisches Thema sondern auch ein Thema von äußerst hoher gesellschaftlicher Relevanz ist. Entsprechend wurden die Zusammenhänge aus Sicht der Gesetzgebung, der Betreiber, der Planer und der Anwender vorgestellt und von den Teilnehmern angeregt diskutiert. Ein besonderer Dank geht im Namen aller Teilnehmer an die Familie Jöckel und an alle Mitarbeiter der Fa. JT-elektronik GmbH für die hervorragende Gestaltung und Organisation des Seminars.

    Das 30. Lindauer Seminar findet am 09.03.2017 und 10.03.2017 statt. Aktuell sind Interessierte eingeladen, mögliche Themen und Referate einzureichen. Alle Vortragsvorschläge werden dem Seminarausschuss weitergeleitet, welcher bis Anfang August 2016 das Seminarprogramm 2017 zusammenstellen wird.

    Weitere Informationen zu den Lindauer Seminaren unter Email: sonja.joeckel@jt-elektronik.de oder im Internet: www.jt-elektronik.de.

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    • Call for Papers - Lindauer Seminar 2019
      Fachveranstaltung zur Entwässerung, Inspektion und Sanierung von Kanal- und Rohrsystemen mit dem Thema „Praktische Kanalisationstechnik – Zukunftsfähige Entwässerungssysteme“

       

      Im Zuge der Planung und Vorbereitung des nächsten 32. Lindauer Seminars „Praktische Kanalisationstechnik – zukunftsfähige Entwässerungssysteme“, das am 14. und 15. März 2019 in Lindau/Bodensee stattfindet, gibt es einen Aufruf zur Einreichung von Vorträgen des Veranstalters JT-elektronik.

       

      Interessierte haben die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Vortrag beim bekannten Branchenforum zu beteiligen oder über Wünsche und Anregungen das Vortragsprogramm mitzugestalten.

       

      Dem sogenannten „Call for Papers“ können die Themen entnommen werden, zu denen Einreichungen möglich sind, sowie die Informationen, in welcher Form die Einreichung erfolgen sollte.

       

      Vorschläge senden Sie bitte bis zum Fr. 27. Juli 2018 ein. Nach der Einreichungsfrist werden die eingegangenen Vorschläge durch den Seminarprogramm-Ausschuss gesichtet und bewertet und das Vortragsprogramm für das Seminar 2019 zusammengestellt.

       

      Wenn feststeht, welche Vorträge für das Seminarprogramm 2019 ausgewählt wurden, werden die Beteiligten informiert.

       

      Das 32. Lindauer Seminar findet vom 14.-15. März 2019 in Lindau/Bodensee unter Mitwirken von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann (Aachen), Univ.-Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert (München), Prof. Dr.-Ing. Karsten Kerres (Aachen) und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer (Kaiserslautern) statt.


      Seit Ende der 1980er Jahre haben sich die Lindauer Seminare immer weiterentwickelt. Seit einigen Jahren stellt diese Veranstaltungsreihe mit häufig mehr als 500 Teilnehmern und ca. 70 ausstellenden Firmen das größte und bedeutendste deutschsprachige Fachforum für die Siedlungsentwässerung dar. Die Tagung ist eine zentrale Plattform mit einer zweitägigen Vortragsreihe und einer begleitenden Fachausstellung

      Das Seminarprogramm beinhaltete alle relevanten Themen, Fragestellungen und Erfahrungsberichte rund um die praktischen Kanalisationstechnik und Instandhaltung von Kanalisationen.

       
      Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich an Dipl.-Kffr. Sonja Jöckel.


      Interessierte an der begleitenden Firmenausstellung haben bereits jetzt schon die Möglichkeit, sich vorab für einen Standplatz zu registrieren (unter www.jt-elektronik.de).



      Info/Kontakt:

      JT-elektronik GmbH, Robert-Bosch-Str. 26, 88131 Lindau, Tel. 08382/967360, www.jt-elektronik.de

      Ansprechperson: Dipl.-Kffr. Sonja Jöckel

      Email: sonja.joeckel@jt-elektronik.de

      Call for Papers 2019.pdf
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  • Das Rahmenprogramm der IFAT 2018 setzt Zukunftsthemen auf die Agenda

    Top-Themen: Ressourceneffizienz, Digitalisierung, veränderte Märkte Eröffnungsdiskussion: „Rethink – reduce – recycle plastic“ Action auf dem Freigelände: Fahrzeuge zerlegen und mehr  
    Über 3.100 Aussteller und mehr als 135.000 Besucher werden vom 14. bis 18. Mai 2018 zur IFAT erwartet. Die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft bietet auf dem Messegelände in München noch viel mehr als große Zahlen: Ein umfangreiches Rahmenprogramm bestehend aus Podiumsdiskussionen, Fachvorträgen und Live-Demonstrationen beleuchtet die Zukunftsthemen der Umwelttechnologiebranche auf Expertenniveau.
    Rethink – reduce – recycle plastic
    Die Programmthemen sind in diesem Jahr so vielfältig wie die Messe selbst. Ein Aspekt, der sich jedoch durch alle Bereiche der IFAT zieht, ist Plastik: Im Abfall- und Recyclingbereich erfordern die zunehmenden Kunststoffabfälle effiziente Methoden der Trennung und Sortierung; die Wasser- und Abwasserbranche beschäftigt sich zum Beispiel mit Kunststoffen in Form von Mikropartikeln in Gewässern und Kläranlagen. Gleich zum Messeauftakt am 14. Mai diskutieren Stakeholder aus NGO und Forschungsinstituten mit Vertretern der Kunststoffindustrie, Produktherstellern und Technologieexperten zum Thema „Rethink – reduce – recycle plastic“. Für IFAT-Chef Stefan Rummel ist klar: „Indem wir als Weltleitmesse Start-ups mit den Keyplayern und Mittelständlern unter einem Dach zusammenbringen, fördern wir den innovativen Austausch für solch gesellschaftsrelevante Themen. Damit bieten wir die ideale Plattform, um einen lösungsorientierten Expertendialog einzuleiten.“
    Wasser & Abwasser: Trinkwasserüberwachung und Digitalisierung
    Im Forum Wasser & Abwasser in der Halle B2 geht es weiter mit der Veranstaltung „Aktuelle Entwicklungen in der Wasserpolitik“. Im Zentrum stehen Strategien, aktuelle Forschungsergebnisse sowie technische Möglichkeiten zur Minderung von Spuren- und Mikroschadstoffen, darunter Arzneimittelrückstände. In diesem Zusammenhang werden auch analytische Verfahren zur Trinkwasserüberwachung diskutiert, zum Beispiel am Mittwoch. Auch für Vertreter der industriellen Produktion hält das Forum einiges bereit. Hintergrund: Wasser ist zentrale Ressource in den meisten Industriezweigen, von der Getränke- und Lebensmittel- bis hin zur Chemie- und Pharmaziebranche. So prägt am 16. und 17. Mai das große Messethema Digitalisierung das Programm, darunter Industriewasser 4.0, Exportchance Wasser 4.0 sowie die Energieeffizienz wasserwirtschaftlicher Anlagen. Speziell an Städte und Gemeinden richtet sich der Tag der Kommunen in der Session Area Water mit einer Vortragsreihe zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge am 14. Mai, ebenfalls in Halle B2.
    Abfall & Sekundärrohstoffe: Ressourceneffizienz und veränderte Märkten
    Im Bereich Abfall und Sekundärrohstoffe dominiert die zentrale Frage, wie Rohstoffkreisläufe auf lange Sicht geschlossen werden können. Auf der 2. Europäischen Ressourcenkonferenz stellen zum Beispiel hochrangige Experten ihre Ideen zu einer nachhaltigen Ressourcenpolitik oder zur umweltgerechten Produktgestaltung vor. Die Konferenz findet ganztägig am Mittwoch im Konferenzraum B11 statt. Wie eine exemplarische Kreislaufführung gelingen kann, zeigt die neue Sonderfläche „Gelebte Kreislaufwirtschaft“ in der Halle B4 anhand des Stoffstroms Aluminium. Mittels eines 360 Grad-Films können die Besucher ganz in die virtuelle Welt des Aluminium-Recyclings eintauchen. Neue Wege der industriellen Kreislaufführung werden auch im Forum Abfall & Sekundärrohstoffe diskutiert. So beleuchtet die Vortragsreihe „Perspektiven der Industriegesellschaft“ unter anderem die Frage, wie auch Kommunalbetriebe ihren Fuhrpark elektromobil machen können. Dass dies möglich ist, wird die StreetScooter GmbH, Tochter der Deutsche Post DHL Group, in Halle A6 zeigen, wo sie ihre in Eigenregie produzierten Elektro-Fahrzeuge präsentiert. Viel Diskussionsfläche räumt die diesjährige IFAT den aktuellen Gesetzesänderungen ein, darunter das Kreislaufwirtschaftspaket und die Kunststoffstrategie der EU (Dienstag) sowie das Verpackungsgesetz in Deutschland (Mittwoch), oder den veränderten Marktgegebenheiten, beispielsweise mit der Vortragsreihe „Offene Märkte für Abfälle zur Verwertung“ am 15. Mai oder im Länderspecial China am 17. Mai (Forum B2).
    Freigelände: Maschinen und Fahrzeuge in Action
    Spektakulär wird es bei den insgesamt sieben Live-Demonstrationen auf den beiden Freigelände-Flächen der IFAT. Bei Truck in Action auf dem Gelände F7 im östlichen Teil der Messe können Besucher Vorführungen neuer Modelle von Abfallsammel- und Winterdienstfahrzeugen, LKW oder Kehrgeräten erleben. Dort erfährt das Publikum auch, wie ein komplettes Fahrzeug in seine Einzelteile zerlegt und für das Recycling aufbereitet wird. Wie kontaminiertes Wasser in Krisensituation so aufbereitet wird, dass es Trinkwasserqualität erreicht und damit lebensrettend sein kann, wird auf dem neuen Freigelände F3 nördlich des Messegeländes demonstriert.
    Alle Programmpunkte im Eintrittspreis enthalten
    Das sind nur einige Beispiele aus einem umfangreichen Programm an Vorträgen und Vorführungen, an dem zahlreiche Ministerien, die ideellen Träger sowie Partnerverbände der IFAT mitwirken. Der Zugang zu allen Veranstaltungen ist im Eintrittspreis der Messe inbegriffen. Eine Gesamtübersicht ist bereits jetzt auf der IFAT Website sowie ab Ende April in der IFAT App erhältlich.
    Damit die Besucher auf dem um zwei Messehallen erweiterten Messegelände schnell an ihr Ziel kommen, haben die Veranstalter die Hallenverteilung neugestaltet: Sämtliche Programmpunkte und Aussteller zu den Themen Wasser und Abwasser befinden sich im westlichen Teil des Geländes – zu erreichen über den Eingang West; die Bereiche Abfall und Sekundärrohstoffe sind im östlichen Part angesiedelt (Eingang Ost).
    Besucher der IFAT 2018 erwarten zwei neue Hallen und eine neue Hallenstruktur, die beide Kernbereiche eindeutiger aufteilt:

    Der Bereich Abfall und Sekundärrohstoffe ist über den Eingang Ost zugänglich; der Bereich Wasser und Abwasser über den Eingang West und Nordwest.
    Der Eingang Nord liegt zentral zu beiden Bereichen.
    +++ Achtung: neue Verteilung der Ausstellungsbereiche ++++
    Der Bereich Wasser und Abwasser wird künftig im Westteil des Messegeländes platziert sein, zugänglich über den Eingang West, Nord und Nordwest.
    Der Bereich Abfall und Sekundärrohstoffe wird künftig im Ostteil platziert sein, zugänglich über den Eingang Ost und Eingang Nord.
      Wasser und Abwasser
    (Hallen A1–A3, B1–B3, C1–C4 mit Anbindung über den Eingang West, Nordwest und Nord)
    Die Hallen A1 bis A3 werden weiterhin den Anlagenbau zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung beheimaten.
    Zudem wird dieser Bereich inhaltlich um den Schwerpunkt Wasser- und Brunnenbau erweitert und in Halle B2 fortgesetzt. Mit dieser Erweiterung wird auch das Thema Wasserversorgung und Trinkwasser auf der IFAT 2018 sichtbarer werden.
    Die Maschinen- und Anlagentechnik in der Wasserwirtschaft mit den Segmenten Pumpen in Halle B1 und Mess-, Steuer- und Regelungstechnik in Halle C1 sowie der Bereich Armaturen in Halle C2 bildet die optimale Anbindung.
    Komplettiert wird der Themenbereich mit den Wasser- und Abwassernetzen in den Hallen B2 bis B3 sowie C3 bis C4. Die Themen Leitungen, Rohre und Kanäle befinden sich nun in den Hallen B2 und B3, die Themen rund um deren Bau und Instandhaltung in den Hallen C3 und C4.
    Abfall und Sekundärrohstoffe
    (Hallen A4–A6, B4–B6, C5–C6, Freigelände mit Anbindung über den Eingang Ost und Nord)
    Der Bereich Abfallwirtschaft, Recycling und Kommunaltechnik benötigt einen direkten Anschluss an das Freigelände. Dies wird ermöglicht, indem die Bereiche Anlagenbau für Abfallbehandlung und Recycling, Altlastensanierung sowie Rückgewinnung und Verwertung von Sekundärrohstoffen in den Hallen B4 bis B6 platziert werden. Die Kommunaltechnik mit den Themen Fahrzeuge und Aufbauten sowie Straßenreinigung, Straßenbetriebs- und Straßenwinterdienst wird in den neuen Hallen C5 und C6 zu finden sein.
    Der Bereich Abfallwirtschaft und Recycling setzt sich zudem im Freigelände sowie in den Hallen A4 bis A6 fort.
    Das Thema Energiegewinnung aus Sekundärrohstoffen und Abfällen mit der thermischen und biologischen Behandlung der und Luftreinhaltung in Halle A4 sowie Abfallsammlung und -beförderung in Halle A5 und Dienstleistungen in Halle A6 komplettieren den Bereich Abfall und Sekundärrohstoffe.
     
    Hier finden Sie den kompletten IFAT Hallen- und Geländeplan.
    Quelle: www.ifat.de
     

    Emscher bald frei von Abwasser

    Roßbach, Kreyenbach und Nettebach, die Hochwasserrückhaltebecken (HRB) in Ellinghausen und in Mengede an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel: Motorsägen dröhnen, Bagger bewegen gewaltige Erdmassen, blaue Bauschilder verkünden den Fortschritt des Emscherumbaus. Er tritt auf Dortmunder Stadtgebiet in diesem Jahr in eine entscheidende Phase ein.
    Wir beantworten die wichtigsten Fragen entlang des Flusslaufs zwischen Huckarde und der Stadtgrenze.
    Im Oktober begannen an einigen Stellen Rodungsarbeiten. Warum waren die Baumfällungen nahe des Revierparks Wischlingen notwendig?
    Nördlich der Mallinckrodtstraße (OW IIIa) in Höhe des Revierparks nach Huckarde wird der bisherige Schallschutzwall zu einem Hochwasserschutzdeich umgebaut. Hintergrund ist, dass im Zuge der Renaturierung der Roßbach ein neues Bett erhält und in dem Bereich mäandern soll. Das Tal ist an dieser Stelle so weit, dass der Bach künftig in Biegungen fließt und bei Hochwasser zusätzlich Wasser aufnimmt.
    Was passiert am Nettebach in Ober- und Niedernette?
    Im Bereich Bodelschwingher Straße/Wiemerstraße wurden Laubbäume gefällt. Hier entsteht eine Baugrube für den künftigen unterirdischen Abwasserkanal. Im Oberlauf, bis zur Pumpstation im Rahmer Wald ist der Nettebach schon vom Abwasser befreit. Nun nimmt die Emschergenossenschaft (EG) den Unterlauf der Nettebachs bis zur Mündung in die Emscher in Ellinghausen in Angriff.
    Der Nettebach ist das letzte noch Abwasser führende Gewässer auf Dortmunder Stadtgebiet. Zum Nettebach-System gehören auch der Kreyenbach in Deusen und der Zechengraben in Niedernette. Sie werden in einem gemeinsamen Sammler unterirdisch zusammengeführt. In den Bau aller Kanäle in diesem Bereich investiert die Genossenschaft 54 Millionen Euro.
    Welche Bedeutung hat die Kanalisierung
    des Nettebachs für den Emscherumbau?
    Eine zentrale. „Das wird die ganz große Nummer dieses Jahr“, sagt EG-Sprecher Ilias Abawi. Mit dem Anschluss des Nettebach-Sammlers an den Emscherkanal geht der große, 51 Kilometer lange Hauptkanal zwischen Ellinghausen und Dinslaken in Betrieb. „Wenn keine Fäkalien mehr in die Emscher eingeleitet werden, können wir erneut ans Hochwasser-Rückhaltebecken Mengede gehen“, erklärt Abawi.
    Dann verschwinden die Baustraßen, die das HRB noch in vier kleine Becken teilen. Die Emscher erhält hier ein mäanderndes Flussbett, das „Mengeder Meer“ seine endgültige Gestalt. „Das wird ein ökologischer Schwerpunkt“, verspricht Ilias Abawi.
    Ist das HRB in Mengeder der einzige Hochwasserschutz?
    Nein. Mit den Rodungsarbeiten in Ellinghausen haben die Bauarbeiten für die Beckenteile B und C des Hochwasserrückhaltebeckens Ellinghausen begonnen. Das bereits fertige Becken A fasst schon jetzt 350.000 Kubikmeter Wasser. Mit den neuen Becken auf der linken Emscherseite kommen weitere 550.000 Kubikmeter hinzu. Das Gesamtvolumen inklusive des „Mengeder Meeres“ beträgt dann zwei Millionen Kubikmeter.
     
    Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de

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