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Von IBAK

IBAK lud zur IFAT-Nachlese

Nach der IFAT nutzen die Nordlichter die nächste große Bühne, um über Neuheiten in der Inspektions - und Sanierungtechnik von Kanalrohren zu informieren. Über die Segelregatten hinaus ist die Kieler Woche stets auch ein gesellschaftlicher Treffpunkt mit Kongressen, Vorträgen und Diskussionen. Ein geeigneter Anlass folglich, um mit Kunden und Interessenten zu dem Thema „IFAT-Nachlese“ zusammen zu kommen. Der Marktführer für Kanalrohrinspektionssysteme öffnete seine Türen und erlaubte mehr als nur einen Blick hinter die Kulissen. In praxisorientierten Workshops wurden unter anderem die elektrischen Fräsroboter MicroGator und NanoGator, die Dreh- und Schwenkkopfkamera ORPHEUS 2 HD und die 360°-Kamera-Technologie PANORAMO 4K vorgestellt.
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Von JT-elektronik (SJ)

Call for Papers - Lindauer Seminar 2019

Fachveranstaltung zur Entwässerung, Inspektion und Sanierung von Kanal- und Rohrsystemen mit dem Thema „Praktische Kanalisationstechnik – Zukunftsfähige Entwässerungssysteme“

 

Im Zuge der Planung und Vorbereitung des nächsten 32. Lindauer Seminars „Praktische Kanalisationstechnik – zukunftsfähige Entwässerungssysteme“, das am 14. und 15. März 2019 in Lindau/Bodensee stattfindet, gibt es einen Aufruf zur Einreichung von Vorträgen des Veranstalters JT-elektronik.

 

Interessierte haben die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Vortrag beim bekannten Branchenforum zu beteiligen oder über Wünsche und Anregungen das Vortragsprogramm mitzugestalten.

 

Dem sogenannten „Call for Papers“ können die Themen entnommen werden, zu denen Einreichungen möglich sind, sowie die Informationen, in welcher Form die Einreichung erfolgen sollte.

 

Vorschläge senden Sie bitte bis zum Fr. 27. Juli 2018 ein. Nach der Einreichungsfrist werden die eingegangenen Vorschläge durch den Seminarprogramm-Ausschuss gesichtet und bewertet und das Vortragsprogramm für das Seminar 2019 zusammengestellt.

 

Wenn feststeht, welche Vorträge für das Seminarprogramm 2019 ausgewählt wurden, werden die Beteiligten informiert.

 

Das 32. Lindauer Seminar findet vom 14.-15. März 2019 in Lindau/Bodensee unter Mitwirken von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann (Aachen), Univ.-Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert (München), Prof. Dr.-Ing. Karsten Kerres (Aachen) und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer (Kaiserslautern) statt.


Seit Ende der 1980er Jahre haben sich die Lindauer Seminare immer weiterentwickelt. Seit einigen Jahren stellt diese Veranstaltungsreihe mit häufig mehr als 500 Teilnehmern und ca. 70 ausstellenden Firmen das größte und bedeutendste deutschsprachige Fachforum für die Siedlungsentwässerung dar. Die Tagung ist eine zentrale Plattform mit einer zweitägigen Vortragsreihe und einer begleitenden Fachausstellung

Das Seminarprogramm beinhaltete alle relevanten Themen, Fragestellungen und Erfahrungsberichte rund um die praktischen Kanalisationstechnik und Instandhaltung von Kanalisationen.

 
Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich an Dipl.-Kffr. Sonja Jöckel.


Interessierte an der begleitenden Firmenausstellung haben bereits jetzt schon die Möglichkeit, sich vorab für einen Standplatz zu registrieren (unter www.jt-elektronik.de).



Info/Kontakt:

JT-elektronik GmbH, Robert-Bosch-Str. 26, 88131 Lindau, Tel. 08382/967360, www.jt-elektronik.de

Ansprechperson: Dipl.-Kffr. Sonja Jöckel

Email: sonja.joeckel@jt-elektronik.de

Call for Papers 2019.pdf
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    „Praktische Kanalisationstechnik – Zukunftsfähige Entwässerungssysteme

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    JT-elektronik (SJ)

    Das 30. Lindauer Seminar

    9. und 10. März 2017

    Die wasserwirtschaftliche Verantwortung in Politik und Technik 

    Prof. Karsten Kerres, Aachen

    Das 30. Lindauer Seminar am 9. und 10. März 2017 demonstrierte mit rund 480 Teilnehmern, 26 Referenten und 64 Ausstellern unter der Leitung von Herrn Prof. Max Dohmann und Herrn Prof. Wolfgang Günthert eindrucksvoll die wasserwirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung technisch intakter und zukunftsfähiger öffentlicher und privater Entwässerungssysteme.

    Dabei wurden neben Entwicklungen rechtlicher Rahmenbedingungen und zukünftigen Herausforderungen an Planung und Betrieb von Entwässerungssystemen auch technische Innovationen aus den Bereichen Zustandserfassung und Sanierung vorgestellt und intensiv diskutiert.

    Rahmenbedingungen und zukünftige Herausforderungen

    Seit vielen Jahren engagieren Sie sich als Seminarleiter und Moderatoren beim Lindauer Seminar: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Günthert.Herr Prof. Max Dohmann, Aachen lenkte zum Auftakt der Veranstaltung traditionell einen Blick auf die Zukunft der Abwasserinfrastruktur in Deutschland und beleuchtete hierzu zunächst den aktuellen Stand der Stadtentwässerung. Er stellte fest, dass in den Städten weltweit fast ausschließlich eine zentrale Siedlungsentwässerung vorhanden sei. Allerdings seien angesichts zukünftiger Herausforderungen seit Jahren gegenüber der zentralen Siedlungsentwässerung nachhaltigere Konzepte in der Fachdiskussion. Diese semizentralen Lösungen mit der Trennung der häuslichen Abwasserströme würden auch, so Prof. Dohmann, in der Gesetzgebung Berücksichtigung finden: Entsprechend sei im WHG gefordert, dass Niederschlagswasser ortsnah versickert, verrieselt oder direkt über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer eingeleitet wird. Konsequenz sei damit eine Abkehr von der Idee der schnellstmöglichen Ableitung des Regenwassers hin zu einer dezentralen Regenwasserbewirtschaftung und damit auch eine Priorisierung der Trennkanalisation. Auch seien dezentrale Systeme deutlich flexibler in Hinblick auf Klimawandel und demografischer Entwicklungen. In diesem Zusammenhang wies Prof. Dohmann auf die BMBF-Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (INIS)“ hin; Ziel der 13 mit ca. 33 Mio. € geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekte sei eben die Entwicklung von innovativen und umsetzbaren Lösungen für eine Anpassung der Siedlungswasserwirtschaft an die sich ändernden Rahmenbedingungen in Deutschland. Zwar seien spektakuläre Ergebnisse mit kurzfristigen Wirkungen auf die praktische Siedlungsentwässerung nicht zu erwarten, jedoch könnten aus diesen Vorhaben deutliche Impulse für die Transformation der Wasserinfrastruktur und Entwicklung von Planungsinstrumenten z.B. für eine verknüpfte zentrale Siedlungsentwässerung ausgehen.

    Herr MinDir Dr. Helge Wendenburg, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Bonn benannte in seinem Vortrag die umweltpolitischen Anforderungen an die Wasserwirtschaft aus Sicht des Ministeriums. Insbesondere stellte er in diesem Zusammenhang die Mikroschadstoffstrategie des Bundes vor. Ziel sei, Gewässerbelastungen durch Arzneimittel, Mikroplastik oder (Haushalts-)Chemikalien zu minimieren. Diese Strategie beinhalte eine Verbreitung der (dezentralen) Niederschlagswasserbehandlung, aber auch die konsequente Einführung einer weitergehenden Abwasserreinigung, z.B. mittels Aktivkohlefiltration oder Ozonierung. Ebenfalls diskutierte Herr Dr. Wendenburg die Ziele der neuen Klärschlammverordnung, die neben dem Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammentsorgung in der gezielten Phosphorrückgewinnung lägen.

    Moderne Siedlungsentwässerung – Aktuelle Herausforderungen an den Kanalbetrieb

    Künftige Entwicklungen aus den Betriebserfahrungen in Dortmund und aus der DWA Regelwerksarbeit waren Gegenstand der Ausführungen von Herrn Dr. Christian Falk, Stadtentwässerung Dortmund. Wesentliche Schwerpunkte seien dabei die Entwicklung und Umsetzung von Inspektionsstrategien und von Kanalsanierungsstrategien. Dabei, so Dr. Falk, dürfe die Kanalsanierungsstrategie nicht nur technische Aspekte im Fokus haben, vielmehr ginge es auch und insbesondere um eine Strategie zum Werterhalt des in aller Regel größten kommunalen Vermögensgegenstand. Effizient umgesetzt könnten solche Strategien in der Praxis durch wechselseitige Betrachtung von hydraulischer und baulicher Sanierung oder durch Berücksichtigung übergeordneter Planungen z.B. aus dem Straßenbau. Dies führe in der Konsequenz auch zu einer Synchronisation von Sanierungsstrategie und TV-Befahrung bis hin zu Überlegungen hinsichtlich der Zustandserfassungstechnik. So würden in Dortmund zunehmend elektronische Kanalspiegel eingesetzt, um effizient Hinweise über den Zustand der Haltungen zu erlangen und die Erkenntnisse ggf. durch TV-Inspektionen im Nachgang zu verdichten.

    Herr Claus Externbrink, Lünen schilderte im nächsten Vortrag seine Erfahrungen mit der Effizienzsteigerung von Kanalbetrieben. Entscheidend für das Überleben des Unternehmens seien der Betrieb und das Investitionsverhalten. Dabei müssten sich Investitionen auf valide Kenntnisse über den Zustand der vorhandenen Anlagen sowie über die hydraulischen Anforderungen stützen können. Ergänzend sollten Informationen herangezogen werden über Probleme im Netz, die sich für die Kunden ergeben können. Zur Effizienzsteigerung sollten neben üblichen Managementwerkzeugen auch neue Wege in betrieblichen Abläufen untersucht und genutzt werden. So konnte Herr Externbrink positiv über den kombinierten Einsatz von Kanalreinigung und Kamerauntersuchung berichten. Bei Verknüpfung dieser Technologie mit Kanaldatenbanken und Betriebsführungssystemen seien erhebliche Erkenntnisgewinne über das Netz bei gleichzeitigen Kostenreduzierungen möglich.

    Ref, Orga.JPGDr. Juliane Thimet, Bayrischer Gemeindetag, München formulierte in ihrem Vortrag Forderungen und Empfehlungen des Gemeindetags zu aktuellen Herausforderungen an den Kanalbetrieb aus Sicht der Betreiber. Die gegenwärtigen Probleme identifizierte Frau Thimet in der Exfiltration bzw. Infiltration durch undichte Leitungen, in der technischen Umsetzung des Umstiegs vom Misch- ins Trennsystem sowie in der rechtssicheren Einführung der gesplitteten Abwassergebühr. Die damit verbundene Generalsanierung von Ortsnetzen und deren Finanzierung könne durch Fördermaßnahmen unterstützt werden. Gegenwärtig seien die Förderschwellen jedoch zu hoch, sodass ihre Ausführungen in der Forderung an die Politik mündeten, die Förderprogramme entsprechend der tatsächlichen Bedürfnislage der Netzbetreiber anzupassen. Darüber hinaus stellte Frau Thimet neue Ansätze zu einer verursachergerechten Zuordnung von Kosten für Fehlanschlüsse z.B. in Form einer Klarwassersatzung vor.

    Planung und Strategien zur Bewältigung von Starkregenereignissen

    Aktuelle Entwicklungen aufgreifend, sind Konzepte zum Umgang mit Starkregenereignissen auf dem JT-Seminar in den letzten Jahren zunehmend thematisiert und mittlerweile fester Tagungsbestandteil geworden. Herr Prof. F. Wolfgang Günthert, Universität der Bundeswehr München stellte vor diesem Hintergrund die Herausforderungen für die Überprüfung und Anpassung vorhandener Kanalisationen vor. Dabei gelte es, den Konflikt zwischen städtebaulicher Nutzung mit einhergehender Versiegelung und der Bereitstellung von Retentionsräumen und Wasserwegen konstruktiv aufzulösen. Als Vorsorgemaßnahmen nannte Herr Prof. Günthert neben Niederschlags- und Abflussmessungen mit aktuellen hydraulischen Betrachtungen des Entwässerungssystems in Form eines Überflutungsnachweises insbesondere die Gefährdungsanalyse betroffener Gebiete und Objekte. Darauf aufbauend empfahl er die Entwicklung eines integralen und multifunktionalen Überflutungsschutzes. Dieser müsse sowohl ein Regenwassermanagement als auch den Objektschutz zum Inhalt haben. Darüber hinaus seien eine umfassende Beratung der möglichen Betroffenen hinsichtlich der Umsetzung von Schutzmaßnahmen erforderlich.

    Möglichkeiten der praktischen Umsetzung eines integralen und multifunktionalen Überflutungsschutzes in Form eines permanent aktuellen Generalentwässerungsplanes stellte Herr Gerald Angermair, tandler.com Gesellschaft für Umweltinformatik, Buch am Erlbach in seinem Vortrag vor. Kern eines integralen Vorgehens sei, dass verfügbare Daten zu Baumaßnahmen und auch betriebliche Informationen stets aktuell und zentral zugänglich sein müssten. Darüber hinaus müsse eine Direktverbindung des Kanalinformationssystems zu hydraulischen Berechnungsprogrammen eingerichtet sein. Auch seien für eine integrale Betrachtung ein kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen den Daten zu Kanalnetz, Oberflächen und Fließgewässer als Grundlage einer Synchronisation der hydraulischen Berechnung erforderlich. So könnten Fließwege und Wasserstände visualisiert, mit Straßenflächen verschnitten und schlussendlich Überflutungsrisiken gebäudescharf ermittelt werden.

    Herr Dr. Martin Wolf, SiwaPlan Ingenieurgesellschaft, München schloss sich diesen Betrachtungen an: Insbesondere um das Ziel der integralen Siedlungsentwässerung einer Nutzung der Oberfläche zur schadlosen Niederschlagswasserableitung erreichen zu können, müssten damit verbundene Möglichkeiten und Risiken erkannt werden können. Überflutungsberechnungen und -nachweise auch unter Einbindung von Oberflächenabflüssen seien mittlerweile EDV-technisch möglich. Im Sinne der Daseinsvorsorge sollten daraus wirtschaftliche Maßnahmen von Kanalnetzerweiterungen bis hin zum individuell geplanten Objektschutz abgeleitet werden. Darüber böten der integrale Berechnungsansatz und die entsprechende Maßnahmenfindung durch die damit verbundene Transparenz die Möglichkeit, betroffene Bürger im Siedlungsgebiet für diese Maßnahmen zu gewinnen.

    Herr Thomas Jacobs, AWA-Ammersee stellte das Konzept eines zukunftsfähigen Generalentwässerungsplans aus Sicht eines Abwasserzweckverbandes vor. Kern dieses Konzeptes sei die Übernahme gemeindlicher Regenwasserkanäle und damit die Ausgliederung der Regenwasserbeseitigung aus den Gemeinden gewesen. Hierzu seien die vorhandenen Regenwasserkanäle zunächst zu bewerten und insbesondere alle angeschlossenen Flächen zu ermitteln. Darüber hinaus seien insbesondere rechtliche Aspekte, wie die Einholung von Grunddienstbarkeiten oder wasserrechtlichen Genehmigungen zu klären. Im Anschluss könne dann der Generalentwässerungsplan gemeinsam mit der Gemeinde erstellt werden und das planerische Konzept durch die Erstellung von Vereinbarungen und Satzungen abgesichert werden. Trotz des erheblichen Aufwandes sie die Zentralisierung der Niederschlagswasserbeseitigung notwendig und auch vorteilhaft. Nur so, so das Fazit von Herrn Jacobs, könne ein integrales Gesamtkonzept für das Verbandsgebiet unter Einbeziehung der zu bewirtschaftenden Gewässer aufgestellt werden.

    Ansätze der Technischen Betriebe Solingen (TBS) für den Umgang mit Starkregenereignissen und Überflutungen wurden von Herrn Manfred Müller vorgestellt. Die Technischen Betriebe Solingen beschäftigen sich im Rahmen ihrer Aufgabe der Siedlungsentwässerung seit mehreren Jahren mit den Auswirkungen von und dem Schutz vor Starkregen. Hieraus stünden den TBS bereits stadtweite Fließwegkarten sowie Informationen zu Feuerwehreinsätzen und des Kanalbetriebes bei Starkregen zur Verfügung. Im Rahmen der Generalentwässerungsplanung würden zudem seit 2015 die Abflüsse im Kanalnetz und an der Oberfläche mit der gekoppelten Simulation ermittelt. Mit diesen Werkzeugen ließen sich stadtweit Gefährdungen durch Starkregen ableiten und Risiken erkennen, die dann in konkreten Schutz- oder Präventionsmaßnahmen mündeten. Hierfür stünde innerhalb der Siedlungen neben dem begrenzt wirkenden unterirdischen Kanalnetz ein zweites Entwässerungssystem an der Oberfläche durch Straße, Grünflächen und Gewässer zur Verfügung. Dieses müsse aber für eine schadlose Ableitung von Starkregenereignissen angepasst werden. Die Umsetzung solcher Maßnahmen stieße zwar oftmals an rechtliche Grenzen, jedoch seien die Erfahrungen der Stadt Solingen mit umgesetzten Maßnahmen durchweg positiv zu bewerten, so Herr Müller.

    Erfahrungen bei der Instandhaltung von Kanalisationen

    Die Möglichkeiten der Instandhaltung von Kanalisationen wurden von Herrn Bernhard Lotz, Stadtwerke Nidderau erörtert. Anlass seiner Betrachtungen war der Sachverhalt, dass die Restbuchwerte der Kanalhaltungen deutlich rückläufig seien. Grund sei ein wachsender Anteil abgeschriebener Haltungen, die sich weiterhin in Betrieb befänden. Die umfassende Inspektion des Netzes sei der erste und wesentliche Schritt bei der Instandhaltung der Infrastruktur. Dies schließe die Inspektion der Grundstücksentwässerungsanlagen ausdrücklich mit ein. Gute Erfahrungen würden in diesem Zusammenhang mit einer 3-d Erfassung der Leitungen gemacht. Die Inspektion des öffentlichen wie privaten Netzes könne, so die Erfahrungen von Herrn Lotz, oft als Initialzündung für einen integralen Lösungsweg dienen. Ergebnis sei über eine Sanierung des Kanalnetzes hinaus eine bessere unterirdische Infrastruktur, da oftmals Gas- und Wasserversorgungsleitungen sowie der Straßenkörper in einem Arbeitsgang ebenfalls erneuert würden.

    Wie die Instandhaltung von Kanalisationen insbesondere durch kleine Gemeinden mittels interkommunaler Zusammenarbeit gewährleistet werden kann, beschrieb Herr Martin Raab, Kanalwartungsverband Oberes Donautal (Österreich). Das Konzept der interkommunalen Zusammenarbeit bestünde darin, dass bestehendes Gemeindepersonal dem Verband überstellt sei, jedoch Bedienstete ihrer Gemeinden blieben. Vorteil dieser Neuorganisation sei u.a., dass die Anlagen, die im Besitz der Gemeinden blieben, gezielt und effizient durch qualifiziertes Personal mit ausschließlicher Zuständigkeit für Abwasseranlagen betrieben werden könnten. Zudem könne hochwertiges Spezialgerät beschafft werden und sei mit ausreichend hohem Einsatzausmaß rentabel nutzbar, sodass insgesamt ein deutlich wirtschaftlicherer Betrieb möglich würde.

    Herr Bruno Schmuck, SBU Büro für sanierungstechnische Planung und Beratung AG, Rorschach (Schweiz) wagte im Abschlussvortrag des ersten Seminartages nochmals einen Blick in die Zukunft. Er stellte fest, dass die Infrastrukturanlagen ein unverzichtbarer Unterbau unserer Gesellschaft und Wirtschaft seien und maßgeblich zur hohen Lebensqualität der Einwohner eines Landes beitrügen. Der Zustand der Infrastrukturen sei also von großer Bedeutung. Derzeitige Situation aber sei, dass der größte Teil der heutigen Infrastrukturanlagen in den Siebzigerjahren erstellt wurde. Inzwischen seien die Anlagen in die Jahre gekommen, viele Kanäle und Leitungen hätten ihre durchschnittliche Lebensdauer bald erreicht und die zu erwartenden Unterhalte und Erneuerungskosten seien beträchtlich. Trotzdem dies bekannt sei, würden Investitionen oftmals aus Kostengründen in die Zukunft verschoben. Darüber hinaus würden Instandhaltungsmaßnahmen oftmals nach reinen Kostenkriterien vergeben. Dies führe unweigerlich zu Qualitätseinbußen und sei der Akzeptanz zum Einsatz von qualitativ hochstehenden Sanierungsverfahren in keiner Weise förderlich. Um die großen Herausforderungen an den Erhalt der Infrastrukturen zu bewältigen und nachfolgenden Generationen intakte und funktionstüchtige Anlagen hinterlassen zu können, würden umfassende und angepasste Managementtools benötigt, die es erlauben vorhandene Budgets effizient zu nutzen und Qualität zu sichern. Dies diene dem Werterhalt und dem Erreichen der angestrebten Lebensdauer der Infrastrukturanlagen.

    Neue Entwicklungen in der Praxis

    Der zweite Seminartag widmete sich traditionell technischen Innovationen. Herr Prof. Karsten Kerres, FH Aachen - University of Applied Sciences stellte vor diesem Hintergrund Sonderverfahren zur Zustandserfassung und von Kanalisationen vor: Integrales Kanalmanagement umschließe gemäß DIN EN 752 den Prozess der Erreichung eines Verständnisses vorhandener oder vorgesehener Entwässerungssysteme sowie der Nutzung dieser Information zur Entwicklung von Instandhaltungsstrategien. Wesentliches Element dieses Prozesses sei damit auch die Beurteilung des baulichen Zustandes der Kanalisationen. Dies schließe grundsätzlich auch die Beurteilung der Standsicherheit ein, die mittels optischer Inspektion nicht befriedigend abgeschätzt werden könne. In diesem Kontext nenne die DIN EN 752 explizit das Georadar und das Abdrücken der Kanalhaltung von innen (beispielweise das vom IKT genutzte MAC-Verfahren) als Verfahren, um Hohlräume hinter der Kanalwand oder die Steifigkeit des Boden-Rohr-Systems zu messen. Herr Prof. Kerres stellte in diesem Zusammenhang ein Forschungsvorhaben zur Entwicklung eines aus der Kanalhaltung heraus messenden Georadars vor. Ungeachtet im Zusammenhang mit diesem rotierenden Georadar noch zu leistender Entwicklungsarbeiten böten das MAC-Verfahren und das Georadar Messergebnisse, auf deren Grundlage weitere Prüfungen, wie z.B. Bohrkernentnahmen oder Künzelungen gezielt vorgenommen werden könnten. Zudem bestünde die Möglichkeit beide Verfahren sinnvoll zu kombinieren. So könnten Sanierungsmaßnahmen zielgerichtet und mit hoher Zuverlässigkeit auf die jeweilige Schwachstelle ausgerichtet werden. Des Weiteren könnten beide Verfahren auch zur Qualitätssicherung ausgeführter Sanierungsarbeiten herangezogen werden. Auch sei die Kontrolle der Einbau- und Bettungsverhältnisse im Rahmen einer Neubaumaßnahme mit diesen Verfahren möglich.

    Herr Jörg Otterbach, Wasserverband Eifel-Rur, Düren stellte ein Pilotvorhaben zum 3-d Laserscanning von Sonderbauwerken vor. Ziel des Projektes sei die Erfassung des Mehrwertes derart erhobener Daten gegenüber einer konventionellen Vermessung. Dieser bestünde zum einen in der browsergestützten Visualisierungsmöglichkeit des Bauwerks und es sei auch eine nachträgliche Vermessung jederzeit möglich, was die Glaubwürdigkeit der Daten erhöhe. Insbesondere aber sei ein 3-d Modell zur Planung vorhanden. Dies helfe, Planungsfehler zu vermeiden. Die Planungssicherheit würde so also erhöht. Insgesamt, so das Fazit von Herrn Otterbach sei die 3-d Erfassung nicht nur technisch ein Erfolg, sondern böte gegenüber der konventionellen Vermessung auch wirtschaftliche Vorteile.

    Die Umsetzung einer gesamteinheitlichen Inspektionstechnik in Gießen war Gegenstand des Vortrages von Herrn Till Roman Riedel, MWB – Mittelhessische Wasserbetriebe, Gießen. Er stellte dabei insbesondere das in den Wasserbetrieben entwickelte Vorgehen zur Beschaffung von Gerätschaften vor. Anlass dieser Entwicklung sei gewesen, dass TV-Inspektionen und Reparaturen zukünftig durch eigenes Personal durchgeführt werden sollten. Zur Markterkundung und Angebotsbewertung wurde ein umfassender Kriterienkatalog entwickelt. Bewertet wurden dabei auch die Ergebnisse selbst entwickelter standardisierter Reparaturaufgaben, die im Rahmen von Gerätevorführen zu lösen waren. Zusammenfassend stellte Herr Riedel fest, dass die intensive Vorbereitung der Geräteinvestition sichergestellt hätte, dass eine sachgerechte und nachhaltige Entscheidung getroffen werden konnte. So habe sich die Entscheidung mit eigenem Personal und eigener Technik zu arbeiten bewährt. Die Arbeitsleistungen der TV-Inspektionskolonne sei nach der erforderlichen Einarbeitungszeit sehr zufriedenstellend und so sei es von Seiten der MWB angedacht, die TV-Inspektionskolonne in den kommenden Jahren zu erweitern.

    Wartung und Betrieb von Abwasserdruckleitungen stellen für die Betreiber nach wie vor große Herausforderungen dar. Vor diesem Hintergrund befassten sich zwei Vorträge mit dieser Thematik. Hans-Gerd Hammann, Hamman GmbH, Annweiler am Trifels stellte ein Verfahren zur Reinigung von Abwasserdruckleitungen im laufenden Betrieb vor und berichtete von seinen Praxiserfahrungen. Ablagerungen führten zu Querschnittsverengung und die beeinträchtigte Hydraulik wiederum zu langen Pumpenlaufzeiten und damit erhöhten Energiebedarf. Die in der Regel fehlende Zugänglichkeit und große Leitungslängen würden besondere Reinigungsverfahren erfordern, so Herr Hamman. Das sogenannte Comprex-Verfahren ermögliche durch die pulsierende Druckluftzuführung einen effizienten Reinigungserfolg auch bei geometrisch komplexen Druckleitungen. Die Druckluftzuführung lasse sich leicht an spezielle Randbedingungen der Anlage anpassen und die Reinigungsaufwendungen würden sich durch die erzielte Energieeinsparung in der Regel kurzfristig amortisieren.

    Herr Dr. Sissis Kamarianakis, Institut für Unterirdische Infrastruktur, Gelsenkirchen stellte den Stand der Technik bei der Dichtheitsprüfung von Abwasserdruckleitungen vor. Gemäß EN 1610 sind Druckrohrleitungen nach EN 805 zu prüfen. Insbesondere aber das dort für Rohre aus viskoelastischen Materialien vorgesehene Kontraktionsverfahren ist für die Anwendung in der Praxis oftmals zu komplex. Erfahrungen des IKT zeigten, dass die Messtechnik zwar durchaus ausreichend sei, das Messergebnis aber erheblich von den ausführenden Personen abhängt. Diese sind oftmals nicht ausreichend geschult. Zudem sind die Dichtheitsprüfungen sehr zeitaufwändig. Vor diesem Hintergrund hat das IKT in Anlehnung an das Kontraktionsverfahren eine eigene Prüfungssystematik entwickelt, die u.a. gegenüber dem Normverfahren zeitlich stark verkürzt wurde. Die Praxiserfahrungen sind, so Dr. Kamarianakis, sehr positiv.

    Herr Ulrich Jöckel, JT-elektronik GmbH, Lindau führte im sich anschließenden Vortrag aus, dass die bisherige Herangehensweise der Zustandserfassung und -bewertung von Grundstücksentwässerungsanlagen aufgrund zahlreicher technischer und normativer Entwicklungen zwar bereits sehr ausgereift sei, dennoch gebe es in der Praxis noch zahlreiche Defizite. Diese liegen beispielsweise in der Dokumentation der Nennweite, auch würden Lageabweichungen und Ablagerungen oftmals nicht konsequent erfasst. Insbesondere ist aber zu erwarten, dass das Schadenskürzelsystem der DIN EN 13 508-2 bei Anwendung an Grundstücksentwässerungsanlagen die betroffenen Eigentümer überfordere. Wünschenswert ist dagegen die Unterstützung der Eigentümer. Vor diesem Hintergrund ist im Hause JT-elektronik ein Konzept entwickelt worden, welches Unterhalt, Reinigung, Inspektion und Messungen auf neuartige Weise miteinander verknüpft. So werde in der Dokumentation ein sechsstufiges Notensystem verwendet und die Haltungen bzw. Grundstücksentwässerungsanlagen entsprechend farbig im GIS dargestellt. Ebenfalls würden Sensoren während der TV-Inspektion Nennweite und Gefälle der Leitungen erfassen. In diesem Zusammenhang bedankte sich Herr Jöckel auch bei den vielen Betreibern, die mit ihren Erfahrungen und praxisnahen Fragestellungen erheblich zu Innovation und Fortschritt beitrügen.

    Kanalsanierung – von der Planung bis zur Abnahme

    Zum Einstieg in den letzten Vortragsblock stellte sich Herr Prof. Karsten Körkemeyer, TU Kaiserslautern der Frage, wie die Sanierungsplanung nachhaltig gestaltet werden könne. Im Zusammenhang mit Entwässerungssystemen sei Nachhaltigkeit derart definiert, dass das System unter den optimalen Umwelt-, sozialen und wirtschaftlichen Aufwendungen zu planen, zu bauen, zu betreiben, zu warten und zu sanieren sei. Voraussetzung für eine nachhaltige Sanierungsplanung sei, dass über die Beurteilung gemäß DWA-M 149-2 hinaus in der Regel weitere Erkundungen vorgenommen werden müssten. Diese seien beispielsweise Überprüfung der Geometrie, das Einmessung der Schäden, die Beurteilung der Lagerungsdichtes in der Leitungszone oder auch die Entnahme von Bohrkernen und das Messen der Korrosionstiefe. Diese Aspekte führte Herr Prof. Körkemeyer umfassend anhand eines Praxisbeispiels aus und stellte zusammenfassend dar, dass Untersuchungen zu Lösungsvarianten einer Kanalsanierungsmaßnahme in Abhängigkeit der Komplexität der Aufgabe die Modellierung des Sanierungsobjektes und die Durchführung von hydraulischen, statischen und betrieblich Simulationen erforderten.

    Tanner Denkfabrik.jpgAktuelle Entwicklungen bei GFK Inlinern wurden im Anschluss von Herrn Christian Noll, RELINEEUROPE AG, Rohrbach beschrieben. Während GFK Inliner in den 90er Jahre vorrangig auf die kleineren Durchmesser bis DN 500 eingesetzt wurden, seien derzeit GFK Liner bis DN 1600 verfügbar. Die Glasfaserverstärkung böte zudem die Möglichkeit einer hohen mechanischen Belastbarkeit und im Umkehrschluss ließen sich geringe Wandstärken realisieren, was für die Handhabung des Liners auf der Baustelle vorteilhaft sei. Auch könne der Inliner durch die individuelle Konfektionierung der Glasfaser hinsichtlich bestimmter geforderter Eigenschaften angepasst werden. Ebenfalls hätten Entwicklungen in den UV-Lichtsystemen dazu beigetragen, dass die Aushärtegeschwindigkeiten erheblich gesteigert worden seien und außerdem steuerbar seien. So könne der Aushärteprozess zur Qualitätssicherung kontrolliert und dokumentiert werden.

    Herr Niklas Ernst, Bluelight GmbH, Stuttgart stellte in diesem Zusammenhang ein neuartiges Inlinerverfahren für kleine Durchmesser vor. Mittels DIBT zugelassenen LED sowie angepassten Harzen und Harzträgern könne ein bogengängiges Komplettsystem angeboten werden, welches sich insbesondere für die Sanierung von Grundstücksentwässerungsanlagen eigne. Weitere hervorzuhebende Eigenschaften des Systems seien der geringe Platzbedarf für die Einbautechnik und die damit verbundene Mobilität sowie die Verwendung von styrol- und geruchsfreien Vinylesterharz, sodass keine kennzeichnungspflichtigen Stoffe mehr auf der Baustelle erforderlich seien. Zudem erlaube das System offene Enden und durch die radiale Dehnbarkeit auch Durchmesserwechsel in der Leitung.

    Zum Thema Qualitätssicherung und Abnahme von Kanalsanierungsmaßnahmen stellte Herr Prof. Bert Bosseler, Institut für Unterirdische Tanner Denkfabrik in Lindau.jpgInfrastruktur (IKT) Gelsenkirchen zunächst fest, dass die Leistungsanforderungen an ein saniertes System denen an ein neues System entsprechen müssten. Um dies gewährleisten zu können, seien hohe Qualitätsstandards in Planung und Ausführung erforderlich. Zahlreiche Warentests des IKT und eigene Entwicklungen im Bereich der Leitungsprüfung seien ein wesentlicher Beitrag zur Qualitätssicherung. Denn die richtige Wahl des unter technisch-wirtschaftlichen Gesichtspunkten geeigneten Sanierungsverfahrens stelle, ebenso wie die Wahl der zugehörigen Nutzungsdauer, eine anspruchsvolle Ingenieuraufgabe dar. Für die Entscheidungsfindung könne die Identifizierung und Bewertung der mit der Verfahrensanwendung verbundenen Risiken sowie der Möglichkeiten zur Risikominderung eine Orientierung bieten. Mit den Warentests würden eben diese Risiken und Möglichkeiten der verschieden Sanierungsverfahren transparent werden und damit planende Ingenieure bei der Verfahrenswahl unterstützt. Darüber hinaus trügen die Warentests auch zur Weiterentwicklung der getesteten Produkte bei.

    Herr Dr. Bernhard Fischer, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) Bonn wies in seinem Vortrag auf neue Regelwerksteile zu Kanalreparaturverfahren hin. Denn, so Herr Dr. Fischer, den Reparaturverfahren kämen mit über 55 % der Hauptanteil bei der Verfahrenswahl gegenüber der Renovierung und Erneuerung zu. Zudem verlange die Reparatur defekter Abwasserkanäle sowohl in der Planung als auch in der Ausführung ein hohes Maß an Ingenieurwissen und Erfahrung bei der Einschätzung des geeigneten Verfahrens unter Berücksichtigung des erkannten Schadens, unterschiedlichen Baugrundverhältnissen, wechselnden Umgebungskriterien wie schwankende Grundwasserstände. Bislang stünden jedoch weder für die Injektionsverfahren noch für die Flutungsverfahren eine technische Hilfe als Merk- oder Arbeitsblatt seitens der DWA-Regelwerke zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund sei die Erarbeitung des Merkblattes des DWA-Merkblatt M 143-8, „Injektionsverfahren zur Reparatur von Abwasserleitungen“, welches bereits im Gelbdruck vorläge und des DWA Merkblattes M 143-20, „Flutungsverfahren zur Reparatur von Abwasserleitungen“, welches voraussichtlich noch in diesem Jahr veröffentlicht würde mehr als überfällig gewesen. Zusammenfassend stünde daher den Ausschreibenden und den Ausführenden zukünftig zwei neue und wichtige Regelwerke für Reparaturarbeiten von defekten Abwasserkanälen hilfreich zur Seite.

    Atrium.jpgEin neuartiges Reparaturverfahren wurde von Herrn Thomas Jansen, Twinbond Liner GmbH, Lindau vorgestellt. Beim Twinbond Liner (TbL) - Verfahren handelt es sich um eine Technik, die in geschlossener Bauweise bei der Reparatur erdverlegter, schadhafter Freispiegel-Abwasserleitungen im Nennweitenbereich DN 100 bis DN 400 zum Einsatz kommt. Dabei wird ein mit Harz getränktes Glasfaser-Aramidlaminat mit Hilfe eines Packers an die zu reparierende Schadensstelle positioniert. Dies kann mittels Schiebestangen, Luftschiebestangen oder Seilwinden erfolgen. Anschließend wird die getränkte Glasfaser-Aramidmatte kraft- und formschlüssig an die Rohrinnenwand und überschüssiges Harz in die Schadensstelle gepresst. Dies sorgt für eine dauerhafte Abdichtung. Zudem liegt der ausgehärtete Kurzliner aufgrund seiner Konstruktion kantenfrei über der Reparaturstelle und bildet dadurch kein Abflusshindernis.

    Abschließend wurde im Vortrag von Herrn Erik Büttner, Scandric 3d Solutions, Bochum nochmals das 3-d Laserscan Verfahren aus Anbietersicht vorgestellt. Vorteile des Verfahrens sind die vollständige berührungslose 3-d Erfassung von Bauwerken, die oftmals auch ohne Begehung möglich ist. Kinematische Messverfahren in Verbindung mit einem Kamerawagen ermöglichten zudem die hochaufgelöste Innenvermessung von Abwasserkanälen. Herausforderungen beim 3-d Laserscan sind nach wie vor große Datenmengen, die Datenverfügbarmachung und die Visualisierung der Ergebnisse. Hierfür bietet das Haus Scandric 3d Solutions ein umfassendes serverbasiertes Softwarepaket an, sodass Projekte effektiv, ortsunabhängig und im kontinuierlichen Austausch mit dem Netzbetreiber gestaltet werden können.

    Ausstellung.jpg

    Zusammenfassend zeigte auch das diesjährige Lindauer Seminar, dass die Zukunftsfähigkeit der Siedlungsentwässerung nicht nur ein technisches Thema, sondern auch ein Thema von äußerst hoher gesellschaftlicher Relevanz ist. Entsprechend wurden die Zusammenhänge aus Sicht der Gesetzgebung, der Betreiber, der Planer und der Anwender vorgestellt und von den Teilnehmern angeregt diskutiert. Ein besonderer Dank geht im Namen aller Teilnehmer an die Familie Jöckel und an alle Mitarbeiter der Fa. JT-elektronik GmbH für die hervorragende Gestaltung und Organisation des Seminars.

    Das 31. Lindauer Seminar findet am 08. und 09.03.2018 in der modernisierten und erweiterten Lindauer Inselhalle statt, wieder mit den relevanten Themen zur praktischen Kanalisationstechnik und Instandhaltung von Kanalisationen und neuem Ausstellungskonzept.

     

    Weitere Informationen zum 30. Lindauer Seminar unter Email: sonja.joeckel@jt-elektronik.de oder im Internet: www.jt-elektronik.de.

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    • Call for Papers - Lindauer Seminar 2019
      Fachveranstaltung zur Entwässerung, Inspektion und Sanierung von Kanal- und Rohrsystemen mit dem Thema „Praktische Kanalisationstechnik – Zukunftsfähige Entwässerungssysteme“

       

      Im Zuge der Planung und Vorbereitung des nächsten 32. Lindauer Seminars „Praktische Kanalisationstechnik – zukunftsfähige Entwässerungssysteme“, das am 14. und 15. März 2019 in Lindau/Bodensee stattfindet, gibt es einen Aufruf zur Einreichung von Vorträgen des Veranstalters JT-elektronik.

       

      Interessierte haben die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Vortrag beim bekannten Branchenforum zu beteiligen oder über Wünsche und Anregungen das Vortragsprogramm mitzugestalten.

       

      Dem sogenannten „Call for Papers“ können die Themen entnommen werden, zu denen Einreichungen möglich sind, sowie die Informationen, in welcher Form die Einreichung erfolgen sollte.

       

      Vorschläge senden Sie bitte bis zum Fr. 27. Juli 2018 ein. Nach der Einreichungsfrist werden die eingegangenen Vorschläge durch den Seminarprogramm-Ausschuss gesichtet und bewertet und das Vortragsprogramm für das Seminar 2019 zusammengestellt.

       

      Wenn feststeht, welche Vorträge für das Seminarprogramm 2019 ausgewählt wurden, werden die Beteiligten informiert.

       

      Das 32. Lindauer Seminar findet vom 14.-15. März 2019 in Lindau/Bodensee unter Mitwirken von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann (Aachen), Univ.-Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert (München), Prof. Dr.-Ing. Karsten Kerres (Aachen) und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer (Kaiserslautern) statt.


      Seit Ende der 1980er Jahre haben sich die Lindauer Seminare immer weiterentwickelt. Seit einigen Jahren stellt diese Veranstaltungsreihe mit häufig mehr als 500 Teilnehmern und ca. 70 ausstellenden Firmen das größte und bedeutendste deutschsprachige Fachforum für die Siedlungsentwässerung dar. Die Tagung ist eine zentrale Plattform mit einer zweitägigen Vortragsreihe und einer begleitenden Fachausstellung

      Das Seminarprogramm beinhaltete alle relevanten Themen, Fragestellungen und Erfahrungsberichte rund um die praktischen Kanalisationstechnik und Instandhaltung von Kanalisationen.

       
      Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich an Dipl.-Kffr. Sonja Jöckel.


      Interessierte an der begleitenden Firmenausstellung haben bereits jetzt schon die Möglichkeit, sich vorab für einen Standplatz zu registrieren (unter www.jt-elektronik.de).



      Info/Kontakt:

      JT-elektronik GmbH, Robert-Bosch-Str. 26, 88131 Lindau, Tel. 08382/967360, www.jt-elektronik.de

      Ansprechperson: Dipl.-Kffr. Sonja Jöckel

      Email: sonja.joeckel@jt-elektronik.de

      Call for Papers 2019.pdf
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  • Das Rahmenprogramm der IFAT 2018 setzt Zukunftsthemen auf die Agenda

    Top-Themen: Ressourceneffizienz, Digitalisierung, veränderte Märkte Eröffnungsdiskussion: „Rethink – reduce – recycle plastic“ Action auf dem Freigelände: Fahrzeuge zerlegen und mehr  
    Über 3.100 Aussteller und mehr als 135.000 Besucher werden vom 14. bis 18. Mai 2018 zur IFAT erwartet. Die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft bietet auf dem Messegelände in München noch viel mehr als große Zahlen: Ein umfangreiches Rahmenprogramm bestehend aus Podiumsdiskussionen, Fachvorträgen und Live-Demonstrationen beleuchtet die Zukunftsthemen der Umwelttechnologiebranche auf Expertenniveau.
    Rethink – reduce – recycle plastic
    Die Programmthemen sind in diesem Jahr so vielfältig wie die Messe selbst. Ein Aspekt, der sich jedoch durch alle Bereiche der IFAT zieht, ist Plastik: Im Abfall- und Recyclingbereich erfordern die zunehmenden Kunststoffabfälle effiziente Methoden der Trennung und Sortierung; die Wasser- und Abwasserbranche beschäftigt sich zum Beispiel mit Kunststoffen in Form von Mikropartikeln in Gewässern und Kläranlagen. Gleich zum Messeauftakt am 14. Mai diskutieren Stakeholder aus NGO und Forschungsinstituten mit Vertretern der Kunststoffindustrie, Produktherstellern und Technologieexperten zum Thema „Rethink – reduce – recycle plastic“. Für IFAT-Chef Stefan Rummel ist klar: „Indem wir als Weltleitmesse Start-ups mit den Keyplayern und Mittelständlern unter einem Dach zusammenbringen, fördern wir den innovativen Austausch für solch gesellschaftsrelevante Themen. Damit bieten wir die ideale Plattform, um einen lösungsorientierten Expertendialog einzuleiten.“
    Wasser & Abwasser: Trinkwasserüberwachung und Digitalisierung
    Im Forum Wasser & Abwasser in der Halle B2 geht es weiter mit der Veranstaltung „Aktuelle Entwicklungen in der Wasserpolitik“. Im Zentrum stehen Strategien, aktuelle Forschungsergebnisse sowie technische Möglichkeiten zur Minderung von Spuren- und Mikroschadstoffen, darunter Arzneimittelrückstände. In diesem Zusammenhang werden auch analytische Verfahren zur Trinkwasserüberwachung diskutiert, zum Beispiel am Mittwoch. Auch für Vertreter der industriellen Produktion hält das Forum einiges bereit. Hintergrund: Wasser ist zentrale Ressource in den meisten Industriezweigen, von der Getränke- und Lebensmittel- bis hin zur Chemie- und Pharmaziebranche. So prägt am 16. und 17. Mai das große Messethema Digitalisierung das Programm, darunter Industriewasser 4.0, Exportchance Wasser 4.0 sowie die Energieeffizienz wasserwirtschaftlicher Anlagen. Speziell an Städte und Gemeinden richtet sich der Tag der Kommunen in der Session Area Water mit einer Vortragsreihe zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge am 14. Mai, ebenfalls in Halle B2.
    Abfall & Sekundärrohstoffe: Ressourceneffizienz und veränderte Märkten
    Im Bereich Abfall und Sekundärrohstoffe dominiert die zentrale Frage, wie Rohstoffkreisläufe auf lange Sicht geschlossen werden können. Auf der 2. Europäischen Ressourcenkonferenz stellen zum Beispiel hochrangige Experten ihre Ideen zu einer nachhaltigen Ressourcenpolitik oder zur umweltgerechten Produktgestaltung vor. Die Konferenz findet ganztägig am Mittwoch im Konferenzraum B11 statt. Wie eine exemplarische Kreislaufführung gelingen kann, zeigt die neue Sonderfläche „Gelebte Kreislaufwirtschaft“ in der Halle B4 anhand des Stoffstroms Aluminium. Mittels eines 360 Grad-Films können die Besucher ganz in die virtuelle Welt des Aluminium-Recyclings eintauchen. Neue Wege der industriellen Kreislaufführung werden auch im Forum Abfall & Sekundärrohstoffe diskutiert. So beleuchtet die Vortragsreihe „Perspektiven der Industriegesellschaft“ unter anderem die Frage, wie auch Kommunalbetriebe ihren Fuhrpark elektromobil machen können. Dass dies möglich ist, wird die StreetScooter GmbH, Tochter der Deutsche Post DHL Group, in Halle A6 zeigen, wo sie ihre in Eigenregie produzierten Elektro-Fahrzeuge präsentiert. Viel Diskussionsfläche räumt die diesjährige IFAT den aktuellen Gesetzesänderungen ein, darunter das Kreislaufwirtschaftspaket und die Kunststoffstrategie der EU (Dienstag) sowie das Verpackungsgesetz in Deutschland (Mittwoch), oder den veränderten Marktgegebenheiten, beispielsweise mit der Vortragsreihe „Offene Märkte für Abfälle zur Verwertung“ am 15. Mai oder im Länderspecial China am 17. Mai (Forum B2).
    Freigelände: Maschinen und Fahrzeuge in Action
    Spektakulär wird es bei den insgesamt sieben Live-Demonstrationen auf den beiden Freigelände-Flächen der IFAT. Bei Truck in Action auf dem Gelände F7 im östlichen Teil der Messe können Besucher Vorführungen neuer Modelle von Abfallsammel- und Winterdienstfahrzeugen, LKW oder Kehrgeräten erleben. Dort erfährt das Publikum auch, wie ein komplettes Fahrzeug in seine Einzelteile zerlegt und für das Recycling aufbereitet wird. Wie kontaminiertes Wasser in Krisensituation so aufbereitet wird, dass es Trinkwasserqualität erreicht und damit lebensrettend sein kann, wird auf dem neuen Freigelände F3 nördlich des Messegeländes demonstriert.
    Alle Programmpunkte im Eintrittspreis enthalten
    Das sind nur einige Beispiele aus einem umfangreichen Programm an Vorträgen und Vorführungen, an dem zahlreiche Ministerien, die ideellen Träger sowie Partnerverbände der IFAT mitwirken. Der Zugang zu allen Veranstaltungen ist im Eintrittspreis der Messe inbegriffen. Eine Gesamtübersicht ist bereits jetzt auf der IFAT Website sowie ab Ende April in der IFAT App erhältlich.
    Damit die Besucher auf dem um zwei Messehallen erweiterten Messegelände schnell an ihr Ziel kommen, haben die Veranstalter die Hallenverteilung neugestaltet: Sämtliche Programmpunkte und Aussteller zu den Themen Wasser und Abwasser befinden sich im westlichen Teil des Geländes – zu erreichen über den Eingang West; die Bereiche Abfall und Sekundärrohstoffe sind im östlichen Part angesiedelt (Eingang Ost).
    Besucher der IFAT 2018 erwarten zwei neue Hallen und eine neue Hallenstruktur, die beide Kernbereiche eindeutiger aufteilt:

    Der Bereich Abfall und Sekundärrohstoffe ist über den Eingang Ost zugänglich; der Bereich Wasser und Abwasser über den Eingang West und Nordwest.
    Der Eingang Nord liegt zentral zu beiden Bereichen.
    +++ Achtung: neue Verteilung der Ausstellungsbereiche ++++
    Der Bereich Wasser und Abwasser wird künftig im Westteil des Messegeländes platziert sein, zugänglich über den Eingang West, Nord und Nordwest.
    Der Bereich Abfall und Sekundärrohstoffe wird künftig im Ostteil platziert sein, zugänglich über den Eingang Ost und Eingang Nord.
      Wasser und Abwasser
    (Hallen A1–A3, B1–B3, C1–C4 mit Anbindung über den Eingang West, Nordwest und Nord)
    Die Hallen A1 bis A3 werden weiterhin den Anlagenbau zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung beheimaten.
    Zudem wird dieser Bereich inhaltlich um den Schwerpunkt Wasser- und Brunnenbau erweitert und in Halle B2 fortgesetzt. Mit dieser Erweiterung wird auch das Thema Wasserversorgung und Trinkwasser auf der IFAT 2018 sichtbarer werden.
    Die Maschinen- und Anlagentechnik in der Wasserwirtschaft mit den Segmenten Pumpen in Halle B1 und Mess-, Steuer- und Regelungstechnik in Halle C1 sowie der Bereich Armaturen in Halle C2 bildet die optimale Anbindung.
    Komplettiert wird der Themenbereich mit den Wasser- und Abwassernetzen in den Hallen B2 bis B3 sowie C3 bis C4. Die Themen Leitungen, Rohre und Kanäle befinden sich nun in den Hallen B2 und B3, die Themen rund um deren Bau und Instandhaltung in den Hallen C3 und C4.
    Abfall und Sekundärrohstoffe
    (Hallen A4–A6, B4–B6, C5–C6, Freigelände mit Anbindung über den Eingang Ost und Nord)
    Der Bereich Abfallwirtschaft, Recycling und Kommunaltechnik benötigt einen direkten Anschluss an das Freigelände. Dies wird ermöglicht, indem die Bereiche Anlagenbau für Abfallbehandlung und Recycling, Altlastensanierung sowie Rückgewinnung und Verwertung von Sekundärrohstoffen in den Hallen B4 bis B6 platziert werden. Die Kommunaltechnik mit den Themen Fahrzeuge und Aufbauten sowie Straßenreinigung, Straßenbetriebs- und Straßenwinterdienst wird in den neuen Hallen C5 und C6 zu finden sein.
    Der Bereich Abfallwirtschaft und Recycling setzt sich zudem im Freigelände sowie in den Hallen A4 bis A6 fort.
    Das Thema Energiegewinnung aus Sekundärrohstoffen und Abfällen mit der thermischen und biologischen Behandlung der und Luftreinhaltung in Halle A4 sowie Abfallsammlung und -beförderung in Halle A5 und Dienstleistungen in Halle A6 komplettieren den Bereich Abfall und Sekundärrohstoffe.
     
    Hier finden Sie den kompletten IFAT Hallen- und Geländeplan.
    Quelle: www.ifat.de
     

    Emscher bald frei von Abwasser

    Roßbach, Kreyenbach und Nettebach, die Hochwasserrückhaltebecken (HRB) in Ellinghausen und in Mengede an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel: Motorsägen dröhnen, Bagger bewegen gewaltige Erdmassen, blaue Bauschilder verkünden den Fortschritt des Emscherumbaus. Er tritt auf Dortmunder Stadtgebiet in diesem Jahr in eine entscheidende Phase ein.
    Wir beantworten die wichtigsten Fragen entlang des Flusslaufs zwischen Huckarde und der Stadtgrenze.
    Im Oktober begannen an einigen Stellen Rodungsarbeiten. Warum waren die Baumfällungen nahe des Revierparks Wischlingen notwendig?
    Nördlich der Mallinckrodtstraße (OW IIIa) in Höhe des Revierparks nach Huckarde wird der bisherige Schallschutzwall zu einem Hochwasserschutzdeich umgebaut. Hintergrund ist, dass im Zuge der Renaturierung der Roßbach ein neues Bett erhält und in dem Bereich mäandern soll. Das Tal ist an dieser Stelle so weit, dass der Bach künftig in Biegungen fließt und bei Hochwasser zusätzlich Wasser aufnimmt.
    Was passiert am Nettebach in Ober- und Niedernette?
    Im Bereich Bodelschwingher Straße/Wiemerstraße wurden Laubbäume gefällt. Hier entsteht eine Baugrube für den künftigen unterirdischen Abwasserkanal. Im Oberlauf, bis zur Pumpstation im Rahmer Wald ist der Nettebach schon vom Abwasser befreit. Nun nimmt die Emschergenossenschaft (EG) den Unterlauf der Nettebachs bis zur Mündung in die Emscher in Ellinghausen in Angriff.
    Der Nettebach ist das letzte noch Abwasser führende Gewässer auf Dortmunder Stadtgebiet. Zum Nettebach-System gehören auch der Kreyenbach in Deusen und der Zechengraben in Niedernette. Sie werden in einem gemeinsamen Sammler unterirdisch zusammengeführt. In den Bau aller Kanäle in diesem Bereich investiert die Genossenschaft 54 Millionen Euro.
    Welche Bedeutung hat die Kanalisierung
    des Nettebachs für den Emscherumbau?
    Eine zentrale. „Das wird die ganz große Nummer dieses Jahr“, sagt EG-Sprecher Ilias Abawi. Mit dem Anschluss des Nettebach-Sammlers an den Emscherkanal geht der große, 51 Kilometer lange Hauptkanal zwischen Ellinghausen und Dinslaken in Betrieb. „Wenn keine Fäkalien mehr in die Emscher eingeleitet werden, können wir erneut ans Hochwasser-Rückhaltebecken Mengede gehen“, erklärt Abawi.
    Dann verschwinden die Baustraßen, die das HRB noch in vier kleine Becken teilen. Die Emscher erhält hier ein mäanderndes Flussbett, das „Mengeder Meer“ seine endgültige Gestalt. „Das wird ein ökologischer Schwerpunkt“, verspricht Ilias Abawi.
    Ist das HRB in Mengeder der einzige Hochwasserschutz?
    Nein. Mit den Rodungsarbeiten in Ellinghausen haben die Bauarbeiten für die Beckenteile B und C des Hochwasserrückhaltebeckens Ellinghausen begonnen. Das bereits fertige Becken A fasst schon jetzt 350.000 Kubikmeter Wasser. Mit den neuen Becken auf der linken Emscherseite kommen weitere 550.000 Kubikmeter hinzu. Das Gesamtvolumen inklusive des „Mengeder Meeres“ beträgt dann zwei Millionen Kubikmeter.
     
    Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de

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