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Verfärbung von beschädigten KG-Rohren


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  • Registrierter Benutzer

Hallo zusammen,

 

in Folge von Pflasterarbeiten über unseren Entwässerungsleitungen wurde ein 110er KG-Rohr beschädigt. Das beschädigte Rohr zeigt Verfärbungen in Richtung schwarz.

Da der Abfluss (nur Spüle und Spülmschine) allerdings bis dahin funktioniert hatte, sehe ich keinen andere Erklärung als die Beschädigung beim Bau. Das Rohr ist regelrecht geborsten, als hätte z.B. eine Baggerschaufel  druntergepackt. Zudem fehlte ein halber Meter bis zum Y-Stück, an dem das betroffenen Rohr nach oben hin angeschlossen war.

 

Oberseite:

 

40164967eg.jpg

 

Unterseite:

 

40164968yj.jpg

 

Meine Frage ist, nach welcher Zeit bilden sich solche Verfärbungen bei dem orangenen Rohr? Laut unserem Bauunternehmer wäre das nach deutlich längerer Zeit als nur 3 Monaten der Fall.

 

Danke im Voraus für Eure Hilfe!

 

Beste Grüße

Achim

 

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  • Moderator

Moin Achim,

spannende Geschichte. Für mich auch nur dadurch zu erklären, dass beim Bau das Rohrstück schon beschädigt wurde. Die dunkle Verfärbung sehen wir des öfteren in Leitungsteilstücken in dem überwiegend Küchen angeschlossen sind also Fetthaltige Abwässer wie in z.B. Mehrfamilienhäusern.. Und das vorallem in dem das Gefälle nicht gut ist bzw. dort ständig Fetthaltiges Wasser "stehen" bleibt. Aber diese Leitungen liegen aber auch schon teils länger als 20 Jahre in der Erde. Daher bin ich mal gespannt wer hier zur Auflösung beitragen kann.

 

Zur veranschaulichung hab ich mal ein Foto eingestellt.

3FXC0TXW.JPG

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  • Registrierter Benutzer

Moin Jan,

 

danke für Deine sehr hilfreiche Antwort!

 

Daß die Verfärbungen von Fett kommen, ist absolut plausibel. Die Schwärzung ist nämlich am Boden, wo die Suppe über 30 Jahre abfloß. Dabei ist sie richtig in das Rohr eingezogen und hat es durchfärbt:

 


 

Der Chef des Bauunternehmens sagte, daß solche Verfärbungen durch Schaden wie Steineindruck passierten und sich dann erst nach deutlich längerer Zeit als nur 3 Monaten entwickeln würden - und sogar, dass das Rohr schon lange fehlte und das Wasser nur versickert sei. Wenn die Schwärze durch Fett ausgelöst wurde, muß das Wasser allerdings brav geflossen sein und hat nicht etwa gestanden. 

Dummerweise wurde zeitgleich die Abwasserführung neu verlegt, da die Küche versetzt wurde. Viel Wasser kommt nicht aus der Küche und es paßt einiges ins Rohrsystem. Als das Wasser erstmalig die Spüle hochkam wurde zufällig gerade das Bett für die neue Einfahrt gerüttelt. Ich dachte, es würde einfach ein Unterdruck entstanden sein, da Belüftung über einen Wartungsdeckel im Keller ein wenig was brachte... Am Rütteln lags nicht und das Problem ist halt schon einige Tage früher entstanden. So hatte ich da jetzt 3 Monate Ärger mit und habe mich auf die falsche Baustelle gestürzt.

 

Der Bauunternehmer ist eigentlich sehr kompetent, leider wird diese Kompetenz immer dann dünn, wenn seine Leute Quatsch gemacht haben...

 

Der Schaden ist mittlerweile behoben, was insgesamt 4 Manntage waren. Die Kanalreinigungsfirma hat mich da auch enttäuscht. Sie kamen mit einer Fräse, die sich natürlich direkt im Erdreich festgesetzt hatte. Die Hälfte der Zeit, waren sie damit beschäftigt ihre Spirale wieder herauszubekommen - ok, das passiert. Dann wollten sie das Wasser absaugen und hatten dazu praktisch nichts dabei. Sie nahmen meinen Schlauch vom Baustaubsauger und noch 10m von meinem 40er Panzerrohr (Fränkische) für elektrische Verlegungen. Das dürfte ich dann hinterher auch noch selbst reinigen.

Die Kamera hat schwache Bilder gemacht, Verfärbungen waren nicht zu sehen / konnten nicht von Ihnen erkannt werden. Sie konnten nicht orten wo das Problem lag, da sie keine Sonde hatten. Die Schätzung auf Basis von freier Rohrlänge und den zwei 45°-Knicks sollte dann besser jemand mit "einem besseren geometrischen Vorstellungsvermögen" machen, das war dann ich...

Vielleicht hatte ich da zu hohe Erwartungen aber gebracht hat das hat nichts - das wußte ich schon vorher durch meine meine 10m Spirale. Das Pflaster wurde dann auch genau dort hochgenommen.

 

Mh, da habe ich mir jetzt etwas Frust runter geschrieben ;)

Danke nochmals Jan, damit hast Du mir sehr geholfen! Die Kosten muß der Bauuunternehmer tragen - die Reinigungsjungs bezahle ich natürlich erstmal.

 

Beste Grüße

Achim

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  • Moderator

PVC-U kann bei ungünstigen Bedingungen im Abwasser recht schnell verspröden, genau wie bei unsachgemäßer Lagerung (UV durch Sonne).

Ein schönes Beispiel, warum wir auch im Hausanschlußbereich nur noch PP oder HDPE >= SN 10 einsetzen.

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