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Abbruch der Inspektion aber Inspekteur schätzt Ende der Leitung


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  • Moderator
Kreisi

Hallo folgende Probleme:

 

Eine Leitung mit Ablagerungen. Inspekteur gibt Ablagerungen als "Anfang Streckenschaden" mit 10% ein. Ablagerungen werden mehr. Nach ca. 20m sind die Ablagerungen  bei ca. 70%.

Kamera kann nicht weiter.
Der Inspekteur gibt "Streckenschaden Ende" ein. Das Leitungsende schätzt er ca. 3m weiter und gibt das Rohrende an dieser Stelle, wo die Kamera nicht mehr weiter kann +3m ein.

 

Auftraggeber ist damit nicht zufrieden.

1. hätte der Inspekteur zwischendrin mal den Streckenschaden ändern müssen, denn so ist die Ablagerung von Beginn bis Ende Streckenschaden nur mit 10% bewertet. Zumindest hätte er nach dem Ende des Streckenschadens nochmal einen Schaden mit 70% eingeben müssen.

2. ist der AG nicht mit dem geschätzen Ende zufrieden. Zum einen ist es nur geschätzt und zum anderen geht es auch darum, dass nach befahrenen Metern bezahlt wird, aber ein paar Meter nicht befahren werden und die Stationierung von Hand eingegeben wird und dann der Meterpreis erschlichen wird.

Das ist bei diesem Projekt (Liegenschaft mit über 100ha Fläche) bei vielen Leitungen so gemacht worden und da geht es dann eben nicht mehr um Peanuts. Im Beispiel oben sind es immerhin 15%, die nicht befahren aber abgerechnet werden.

 

In diesem Fall wurde nach Isybau 2006 oder 2013 inspiziert. Ist das irgendwo in den Arbeitshilfen Abwasser oder sonst wo geregelt, dass man so das Leitungsende schätzen darf, bzw. ist es irgendwo explizit verboten?

 

Wie seht ihr das? Der AG ist ein guter Stammkunde von mir und hat mich um Rat gefragt, aber leider muss ich da auch passen. Ich habe aber auch mal vor ca. 17 Jahren einen Anschiss von einem Ingenieur bekommen, weil ich eine Leitungslänge in der Befahrung geschätzt hatte und deshalb sein ganzer Plan nicht mehr gestimmt hat. Seitdem gebe ich Schätzungen zu Rohrenden (Rohrende sichtbar nach ca. x Metern) höchstens noch als Bemerkung an.

 

MFG Kreisi

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  • Moderator

Moin Kreisi,

 

das kenn ich nur zu gut. Wenn wir einen Streckenschaden wie in deinem Fall Ablagerungen haben und diese zwischendurch mehr werden, dann wird dies dementsprechend eingeben. Sollten wir dann nicht weiterkommen müssen auch wir schätzen wie lang die noch tatsächlich angeschlossene Leitung dann ist. Es bleibt einem dann gerade bei der GEA nix anderes übrig. Auch wenn wir als Inspekteure nicht vermuten sollen. Ob das nun verboten, bzw. irgendwo geregelt ist wüsst ich jetzt nicht. 

 

Für die Abrechnung nutzen wir die Leitungsstatistiken, in denen dann die tatsächlich untersuchten Meter erfasst sind, die dann zur Abrechnung gebracht werden. Zumindest klappt das ganz gut bei IKAS und Pipex.

 

siehe Fotos

 

 

 

 

 

 

Statistik-IKAS.PNG

Statistik-Pipex.PNG

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  • Ehrenmitglied
Günter

Ändert sich die Höhe der Ablagerungen, so ist der begonnene Streckenschaden abzuschließen und einer neuer zu beginnen, so dass beim

Abbruch der Inspektion die tatsächliche Ablagerungshöhe angegeben ist.

 

Schätzungen oder Feststellungen zur Gesamtlänge obliegen dem AG bzw. dessen Ing.-Büro. Abgerechnet wird im Regelfall die tatsächlich

inspizierte Länge. In einer guten Ausschreibung ist das auch bereits im Vorfeld ersichtlich.

 

Diese Vorgehensweisen ersparen der Inspektionsfirma eine Menge Ärger.

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  • Moderator
vor 21 Minuten schrieb Günter:

Ändert sich die Höhe der Ablagerungen, so ist der begonnene Streckenschaden abzuschließen und einer neuer zu beginnen, so dass beim

Abbruch der Inspektion die tatsächliche Ablagerungshöhe angegeben ist.

 

 

Das kann ja wahnsinnig "fummelig" werden. Denke das machen nur die wenigsten.        :40_EmoticonsHDcom:

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Volker
vor 10 Minuten schrieb Jan78:

 

Das kann ja wahnsinnig "fummelig" werden. Denke das machen nur die wenigsten.        :40_EmoticonsHDcom:

Habe ich nie anders gemacht. Auch wenn ich weniger mit GEA zu tun habe. Eine Änderung der Ablagerungshöhe bedarf einer neuen Eingabe. 

 

Wenn die Kamera nicht mehr weiter kommt beende ich die Untersuchung mit der entsprechenden Eingabe und versuche den Rest von der Gegenseite zu befahren. Wenn das auch nicht geht, Abbruch -  Gegenseite nicht erreicht bzw Gegenbefahrung nicht möglich "weil..." Da brauche ich dann auch nichts mehr zu schätzen.

 

Bleibt gesund!

Volker

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  • Ehrenmitglied
Günter
vor 58 Minuten schrieb Volker:

Habe ich nie anders gemacht. Auch wenn ich weniger mit GEA zu tun habe. Eine Änderung der Ablagerungshöhe bedarf einer neuen Eingabe. 

 

Wenn die Kamera nicht mehr weiter kommt beende ich die Untersuchung mit der entsprechenden Eingabe und versuche den Rest von der Gegenseite zu befahren. Wenn das auch nicht geht, Abbruch -  Gegenseite nicht erreicht bzw Gegenbefahrung nicht möglich "weil..." Da brauche ich dann auch nichts mehr zu schätzen.

 

Bleibt gesund!

Volker

 

Genau so ist es richtig und der AG hat nichts zu bemängeln. Natürlich ist das aufwändig, aber es gibt ja auch mal wieder  Neubaustrecken. :02_EmoticonsHDcom:

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  • Moderator
vor 57 Minuten schrieb Volker:

Eine Änderung der Ablagerungshöhe bedarf einer neuen Eingabe. 

 

 

Ja das machen wir natürlich, auch nur setzen wir dafür nicht ständig einen neuen Streckenschaden. In der GEA ticken die Uhren wohl doch etwas anders.

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Volker

Hallo Jan,

ich denke das macht auch irgendwie jeder anders. Wenn der AG diese Eingabe akzeptiert und das später auf deinem Ausdruck entsprechend dargestellt wird, ist bestimmt alles super. Bei Privatkunden könnte ich mir denken, wird sich auch niemand rühren. Bei Kommunen die auf Grund deiner Inspektion ein Sanierungskonzept aufstellen müssen, könnte das kritisch werden. Muss aber nicht. Nur Haltungslänge schätzen, das kommt sicher nicht so gut an.

 

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  • Registrierter Benutzer
lura1968

Will mal so sagen. Streckenschaden 10 Prozent Ablagerung und ansteigend. Willst du dann alle Meter Streckenschaden Anfang und Ende definieren ?? Trägst du dann in Streckenschaden Ende 70 Prozent ein passt es auch wieder nicht. Um es nur auf einen Streckenschaden laufen zu lassen müsste man bei Streckenschaden Anfang gleich die 70 Prozent setzen was natürlich auch nicht richtig ist.

Zum Thema Ende der Leitung schätzen: Wenn ich Baulänge der Rohre mit 1 Meter gemessen habe und sehe das mir gerade mal 3 Rohrlängen bis zum Inspektionsziel fehlen, zoome ich die 3 Rohrlängen ab und ergänze sie durch Veränderung der derzeitigen Meterzahl. Somit habe ich und der Auftraggeber nur einen Datensatz. Das ganze erfolgt immer im beisein und mit Zustimmung des AG. Und deshalb ist es auch kein erschleichen von Meterpreisen.

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Volker
vor 3 Stunden schrieb lura1968:

Streckenschaden 10 Prozent Ablagerung und ansteigend. Willst du dann alle Meter Streckenschaden Anfang und Ende definieren ?? Trägst du dann in Streckenschaden Ende 70 Prozent ein passt es auch wieder nicht.

Von 10% auf 70% ist ja schon eine enorme Steigerung. Ich würde hier mindestens zwei Angaben machen, damit für den AG die Problematik klar ersichtlich ist. Bei 70%, wenn es denn nicht mehr weiter gehen sollte, käme meine letzte Angabe ohne Streckenschaden, gefolgt von einem Abbruch der Inspektion.

 

vor 3 Stunden schrieb lura1968:

Das ganze erfolgt immer im beisein und mit Zustimmung des AG. Und deshalb ist es auch kein erschleichen von Meterpreisen.

Wenn dein AG das so akzeptiert, ist das doch toll. Grundsätzlich alles eine Frage der Absprache. Sollte man vorher machen. Nicht danach.

 

 

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  • 3 weeks later...
  • Moderator

zum Thema Streckenschaden:

die Änderung schon festhalten. Dazu gibt es in der Norm einen Zusatz.

 

Die Länge Schätzen ist halt auch so eine Sache, zumal wenn die Abrechnung nach Meter geht. Aber wie Jan geschrieben hat, gibt es die "Haltungslänge" sowie die Inspizierte Länge, und diese würden sich dann auch unterscheiden.

 

PS: ich hoffe das Thema ist noch aktuell :34_EmoticonsHDcom::42_EmoticonsHDcom:

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