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Feuchtigkeit bei Inkrustationen???


Marha

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  • Abwesend
sternle1004

Kann manchmal schwierig sein. Nach einer frischen Kanalreinigung, kann man bei einer Inkrustation nicht sicher sagen, ob das "Feuchtigkeit sichtbar" gerechtfertigt ist oder nicht. Aber da der Inspekteur den Ist-Zustand zu Dokumentieren hat, müsste "Feuchtigkeit sichtbar" da stehen.

Da find ich dann die EN auch nicht der Hit. Es gibt auch Ablagerungen im Kämpferbereich, wenn die Rohrsohle schon freigespült wurde. Und sicherlich gibt es auch anhaftende Stoffe in der Sohle. Ausser es ist was anderes damit gemeint.

So gibt es auch bei ISY 06/01 keine Korrosion im Scheitelbereich und im Sohlbereich.

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  • Abwesend

Will da etwa jemand sein Buch verkaufen :deutschland:

Inkrustation oder Sinterspur hin oder her wie was wo kommt die eigentlich her a`da war das Rohr mal undicht oder ist es etwa sogar noch, nur sieht mann die Feuchtigkeit gerade nicht weil der Grundwasserspiegel tiefer ist im moment, oder kein bodeneindringendes Wasser am Rohr vorbei versickert.

Wo solche Spuren sind ist oder war eine undichte Stelle was nur durch wie Günter schon schrieb mit dem Roboter ausgefräst werden könnte aber sorry Günter das funzt nich ab wann willste bestimmen ob der Riss durchgeht spätestens dann wenn das Erdreich zu sehen ist weiste ob er durch geht. Eine möglichkeit wäre noch mit einem Muffenprüfer diesen Haarriss, Riss abzudrücken.

Selbst haben wir schon Betonrohre ausgegraben, wegen einem Riss nach Reinigung der Rohrausenwand war aussen nicht´s zu sehen. Aufgrund dieser Situation wurde das Rohr mit Wasser befüllt und siehe da das Rohr zeigte an einer ganz anderen stelle als der Riss innen zu sehen war seine undichte Stelle ja wo is jetzt der Punkt wo das Wasser durchgeht ?? am Haarriss, Riss oder an der Innenseite an der Stelle des ausstrittes an der Rohraussenwandung.

Wie was alles Vermutungen S........kleister jetzt sammer wieder am Anfang vom Ende :smiley1745:

Und nun simmer auch nicht schlauer und da hilft auch kein Buch

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  • 2 weeks later...
  • Registrierter Benutzer

Lieber Günter,

leider irrst Du Dich mit der Codierung nach EN/ 149-2, richtig wäre:

BBB A Anhaftende Stoffe, Inkrustation

BBF A Infiltration, schwitzen (feucht)

Zum Thema Haarriss und Material: aus der Materialkunde muss man wissen und die EN sagt dies auch klar aus, ein Haarriss ist ein Oberflächenriss, der bei der Betonabbindung durch Schwund entstehen kann. dieser Riss kann nie durchgehen und tut es auch nicht. Hier sollten sich alle Zweifler einmal mit Betonrohrherstellen in Verbindung setzen. Die Versinterung eines Haarrisses wird allgemein als Selbstheilungsprozess des Betonrohres verstanden und ist keine Folge von einer Undichtigkeit. Betonrohre sind im allgemeine grundsätzlich mehr oder weniger porös, dies hängt stark von der Qualität der Rohre ab.

Steinzeugrohre können keine Haarrisse aufweisen, denn wenn ein Steinzeugrohr gerissen ist, geht dieser Riss grundsätzlich auf Grund der Materialstruktur auch durch die gesamte Rohrwandung und damit ist es kein Haarriss mehr. es könnte sein, dass unter der Glasur liegende Risse als solche leider fälschlicherweise gesehen werden, aber auch hier ist nur eine richtige Antwort und Aussage möglich, wenn ich das entsprechend Video gesehen habe.

Inkrustation ist grundsätzlich die Folge von von außerhalb der Rohrleitung ins Rohr eindringendem Wasser, deshalb gilt der Grundsatz, da wo Inkrustation auftritt, ist der Kanal undicht.

Diese Aussagen basieren auf den allgemein gültigen Naturgesetzen.

Eine -Anmerkung an Ratz: Hier will keiner sein Buch verkaufen, denn dieses Buch ist seit 1996 die einzigste Fachliteratur zum Thema Kanalinspektion. aber ehe man sich über etwas äußert, was man nicht kennt, sollte man mit seine Meinung vorsichtiger umgehen. Es war und ist seit vielen Jahren die Tagungsunterlagen für die Kanalinspektionskurse früher in Deutschland, heute in Österreich.

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  • Ehrenmitglied
Lieber Günter,

leider irrst Du Dich mit der Codierung nach EN/ 149-2, richtig wäre:

BBB A Anhaftende Stoffe, Inkrustation

BBF A Infiltration, schwitzen (feucht)

Ja ist es denn die Möglichkeit. Habe ich doch glatt das B für Haltung oder auch das D für Schacht nicht vorangestellt. Schande über mich. Unsere Inspekteure haben meine Aussage sehr wohl verstanden. Die Experten tun sich da scheinbar schwer.

Gruß Günter

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  • Abwesend

Ach nee was ist das dann hier keine Werbung für Ihre so genannte " einzigste Fachliteratur" der Kanalinspektion

Wir haben immer noch Meinungsfreiheit in Deutschland Herr Gutachter warum sollte ich damit vorsichtig umgehen.

Warum war es eine Tagungsunterlage und ist es nicht mehr in Deutschland ??

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  • Abwesend
sternle1004

Zum Thema Haarriss und Material: aus der Materialkunde muss man wissen und die EN sagt dies auch klar aus, ein Haarriss ist ein Oberflächenriss, der bei der Betonabbindung durch Schwund entstehen kann. dieser Riss kann nie durchgehen und tut es auch nicht. Hier sollten sich alle Zweifler einmal mit Betonrohrherstellen in Verbindung setzen. Die Versinterung eines Haarrisses wird allgemein als Selbstheilungsprozess des Betonrohres verstanden und ist keine Folge von einer Undichtigkeit. Betonrohre sind im allgemeine grundsätzlich mehr oder weniger porös, dies hängt stark von der Qualität der Rohre ab.

Steinzeugrohre können keine Haarrisse aufweisen, denn wenn ein Steinzeugrohr gerissen ist, geht dieser Riss grundsätzlich auf Grund der Materialstruktur auch durch die gesamte Rohrwandung und damit ist es kein Haarriss mehr. es könnte sein, dass unter der Glasur liegende Risse als solche leider fälschlicherweise gesehen werden, aber auch hier ist nur eine richtige Antwort und Aussage möglich, wenn ich das entsprechend Video gesehen habe.

Inkrustation ist grundsätzlich die Folge von von außerhalb der Rohrleitung ins Rohr eindringendem Wasser, deshalb gilt der Grundsatz, da wo Inkrustation auftritt, ist der Kanal undicht.

Diese Aussagen basieren auf den allgemein gültigen Naturgesetzen.

Da hätt ich dann doch noch was nachzulegen. Zum Thema Haarriss und Material auf die Betonrohrhersteller zu verweisen, halte ich für höchst verwerflich, da ich von diesen schon die hahnebüchesten Aussagen zum Thema Risse gehört habe. Bei diversen Vorortterminen mit Tiefbaufirmen und Vertretern des Betonrohrherstellers zum Thema Risse wird einem immer wieder gesagt, wie ahnungslos doch alle Inspekteure, Ingenieure usw. sind. Dann kommen sie mit Risslehren und diversem Anschauungsmaterial, um seinen Kunden zu zeigen was der Inspekteur doch für ein Idiot ist. Da stellt sich einem doch gleich die Frage, Author, ob Du von denen nicht gesponsert wurdest...

Die Sache mit dem Selbstheilungsprozess wird in der Praxis auch schon mal bei 1 Millimeter Rissen angewandt. Bei der Neubauabnahme heisst es dann: Warten wir mal die Gewährleistung ab. Ist er zugesintert, dann ist er dicht. Sieht er noch gleich aus wie vorher, geht er nicht durch.

Ausserdem widerspricht sich Deine Aussage.

"Inkrustation ist grundsätzlich die Folge von von außerhalb der Rohrleitung ins Rohr eindringendem Wasser, deshalb gilt der Grundsatz, da wo Inkrustation auftritt, ist der Kanal undicht." "Die Versinterung eines Haarrisses wird allgemein als Selbstheilungsprozess des Betonrohres verstanden und ist keine Folge von einer Undichtigkeit."

Wenn eine Inkrustation an einem Haarriss autritt, was dann?

Selbst, wenn Du Experte bist, und an der EN mitgewirkt haben solltest, muss das noch kein Beleg für Expertenwissen sein. Wieviele "Expertengremien" haben an diversen ATV Merkblättern und Arbeitsblättern und Isybau Abwasserhilfen die ganzen Jahre rumgedoktert? Und in jeder neuen Ausgabe waren wieder Fehler drin, die dann in 1, 2 Jahren ausgebessert wurden und durch neue ersetzt wurden. Eigentlich hätte es bei der EN gleich auf Anhieb klappen müssen, da man ja eigentlich die ganzen Fehler schon kannte und alles Experten waren.

Schwundrisse gibt es schon seit es Betonrohre gibt. Nur leider möchte der Rohrhersteller und die Tiefbaufirma nach Möglichkeit jeden Riss als Schwundriss verkaufen.

Bei der Eigenkontrollverordnung dagegen sollte es gar keine Schwundrisse mehr geben, da kann man dann ja sanieren oder ein neues Rohr verkaufen.

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  • Abwesend

Danke Volker......teile deine Meinung absolut.

Auch wenn der ein oder andere Satz vom "Autor" sehr "oberlehrerhaft" klingt,so hat jeder ein Recht auf sachliche Antworten/Reaktionen!!

Persönliche Dinge gehören in vielleicht in die "PN",aber nicht ins Forum.So wie jeder stolz sein kann auf seine Erfahrung,so darf es auch der Autor sein!!

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  • Moderator

Jetzt bauscht das mal nicht so auf. Ich find den Beitrag vom sternle nicht so schlimm. Vielleicht hat er gerade über dieses Thema schon öfters diskutiert - so wie es klingt, schon ziemlich oft.

Also ich bin natürlich schon der Meinung, das Diskussionen sachlich geführt werden und private Dinge nichts darin zu suchen haben!

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Jetzt bauscht das mal nicht so auf. Ich find den Beitrag vom sternle nicht so schlimm. Vielleicht hat er gerade über dieses Thema schon öfters diskutiert - so wie es klingt, schon ziemlich oft.

Also ich bin natürlich schon der Meinung, das Diskussionen sachlich geführt werden und private Dinge nichts darin zu suchen haben!

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Ich meinte das allgemein und habe das nicht auf sternles Beitrag bezogen.

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  • Abwesend
sternle1004

Für mich war es nicht emotional, sondern wirklich sachlich. Und ja, normalerweise schreibe ich nur über Dinge bei denen ich mich auskenne, oder über die ich mich informiert habe. Das Thema der Schadenskataloge und die sogenannten Experten die sie erstellen und dabei oftmals scheinbar nicht über genug Fachwissen bzw. gesunden Menschenverstand verfügen mach ich nun schon die letzten 18 Jahre durch. Es ist mir auch schon so erschienen, als ob da Fehler absichtlich eingebaut würden, damit man sie das nächste Mal wieder beheben kann. Ansonsten wäre das Gremium und die personelle Besetzung nach dem ersten Mal ja überflüssig, und kein Name würde mehr genannt werden. Diese Ansicht ist aber nur subjektiv, mit Sarkasmus behaftet und ganz sicher eine Stichelei in die richtige Richtung!

Zum Thema Risse in Betonrohren, Risse in anderen Werkstoffen und der Verweis auf die Betonrohrindustrie hab ich mich noch "zart" ausgedrückt. Sobald ein Gutachter, oder eine Bauleitung bei etwaigen Materialfehlern oder Kundenbeanstandungen auf "Schmusekurs" mit dem Hersteller geht, riecht es schon leicht nach Korruption. Der Schwabe sagt: "Es hat ein Gschmäckle"!

Und was ich bei einer Neubaumassnahme gern als Beispiel nehme - trifft auch auf die Schwundrisse in Betonrohren zu:

Irgendeiner von Euch kauft im Autohaus ein neues Auto. Sagen wir mal für 20.000 €. Der Tag kommt an dem Du Dein neues Auto beim Händler abholst. Du läufst drum rum und entdeckst am hinteren linken Kotflügel einen Kratzer. Ausserdem einen sehr tiefen Kratzer auf der Haube. Auf Deine Beschwerde hin erklärt Dir der Händler, daß der Kratzer im hinteren Kotflügel ein Schwundriss sei, der beim trocknen des Lackes entstehen könne, aber absolut keine negativen Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Autos habe. Ausserdem sind unter dem Lack ja noch 2 Schichten Grundierung. Und bei dem in der Haube kannst Du wählen, ob Du entweder 500€ weniger bezahlst, oder er spachtelt den zu und überlackiert ihn. Dann hält das eventuell länger als der Rest vom Auto. Und ausserdem brauchst Du Dich gar nicht so anzustellen. Hättest Du ein Auto für 100.000€ genommen wäre das sicher nicht passiert.

Seid mal ehrlich! Ihr würdet ein neues Auto ohne Kratzer haben wollen.

Warum soll ein Bauherr mit Schwundrissen etc. leben, wenn er ein neues Rohr bestellt hat, und auch bezahlen würde?

Dies liesse sich mit allem möglichen so fortsetzen. Sei es die neu betonierte Gragenauffahrt, der neu verlegte Boden etc.

Wir bestellen was ohne Riss, bezahlen es auch, dann wollen wir es auch.

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  • Abwesend
SMI Tim Jochimsen

Ich kann sternle beipflichten... *

Das Beispiel mit dem Neuwagen bemühe ich auch gern. Ein neugebauter Kanal sollte auch Neubau sein.

Ich finde die Argumentation mit selbstheilenden Kräften beim Tiefbau etwas merkwürdig und theoretisch, kommt mir ein bisschen esoterisch vor.

Außerdem ist die Diskussion dass der TV-Inspekteur keine Ahnung hätte hinfällig, da es auch nur bedingt vom selbigen verlangt werden kann. Andernfalls müsste man teure Ingenieure mit ausreichend materialtechnischem Fachwissen auf die TV-Fahrzeuge setzen. Oder gleich Vertreter der Rohrhersteller ;-) - das will man nicht.

Und ich hörte/las ebensoviele Diskussion über die Deutung solcher Bilder und Begriffe von berufenen Fachleuten, dass würde das Ganze nur verlagern.

Die Hersteller verteidigen ihre Produkte eben auch emotional und lehnen sich zuweilen gern weit aus dem Fenster.

Nach der Inspektion können sich die Fachleute ja gerne zusammensetzen und ausgiebig analysieren. Hauptsache der Inspekteur hat gutes, ausreichendes "Video"material erzeugt, alles abgeschwenkt, etc. und alle Schäden und Auffälligkeiten so gut wie möglich protokolliert!

Damit dies immer besser klappt tauschen wir uns hier aus und gehen zu Schulungen die die Dienstleister-Chefs gerne bezahlen und die AGs beauftragen gerne die Fachfirmen mit den bestens ausgebildeten Operateuren ;-)

Der Inspekteur sollte etwas Grundwissen Kanalbau mitbringen und dies ausbauen, aber ansonsten soll er beschreiben was er sieht. Punkt.

Und ob ein Riss wirklich durch die ganze Wandung durchgeht kann man von Innen mit der eingesetzten Technik auch nicht immer sehen.

Wir diskutieren dazu hier Beispiele aus der Praxis.

Ich habe da auch so einige DWA-Beispielbilder aus den Schulungsunterlagen und Regelwerken vor Augen.... Naja.

* ... und selbst wenn es bisher etwas zu emotional zuging - ein bisschen Emotionen in der Debatte finde ich so verkehrt nun auch nicht. Wir nehmen das eben ernst.

Klar schießt man auch mal übers Ziel hinaus und wir pfeifen uns ja auch gegenseitig wieder zurück. Die Gefahr besteht, dass der/die eine oder andere verschreckt werden und es ist gut zur sachlichen Argumentation zurückzukehren. Sternle, ein bisschen unsachlich ist es schon geworden, aber ich denke es geht schon noch. Da hat ja auch jemand ausgeteilt.

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  • Abwesend
sternle1004

Ein bisschen Asche auf mein Haupt :smiley2543:

Wenn man das bei uns auf schwäbisch sagt, ist es halb so schlimm (Gschmäckle) und jeder weiss was damit gemeint ist. Auf Hochdeutsch kommt leider das böse K - Wort dabei raus. Aber bei uns kann man auch jedem Seckel sagen, und kann nicht mal wegen Beleidigung belangt werden :smiley4400:

Ausserdem verfügen wir Schwaben ja über die kleinste bekannte Masseinheit - Muckenseckele. Ich werds auf Wunsch gerne ins Hochdeutsche übersetzen :smiley6832:

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  • 2 weeks later...
  • Registrierter Benutzer

Liebe Kollegen,

habe die Beiträge doch mit etwas Schmunzeln gelesen. Anmerken muss ich hier allerdings, dass meine Ausführung nichts mit irgend einem Hersteller zu tun hat. Als ehemaliger Gerichtssachverständiger muss ich von der Sache her alles neutral betrachten. Es ist natürlich völlig klar, dass sich viele Hersteller gern abputzen wollen, aber die Materialkunde lässt nur derartige Aussagen zu. Laut EN ist der Haarriss ein Oberflächenriss und der Selbstheilungsprozess hat eindeutig damit zu tun, dass die Versinterung durch die Feuchtigkeit im Kanal mit den im Beton vorhandenen Bindemittel reagieren kann.

Zum besseren Verständnis sei angemerkt, dass ich kein Theoretiker bin, sondern selber mehrere Jahre als Inspekteur auf einer TV-Anlage tätig war. Meine fach-theoretischen Aussagen basieren sowohl auf meinen eigenen Erfahrungen, den Erfahrungen vieler Teilnehmer an meinen Kanalinspektionskursen, den Fachgesprächen mit Fachleuten der Materialbranchen und dem Studium von Fachliteratur. Außerdem zum Thema Haarrisse kann man auch bei Prof. Stein nachlesen.

Da ich keine Kanalinspektionskurse für die DWA in Deutschland mehr durchführe, wird auch mein Fachbuch dort nicht mehr angeboten, in Österreich schon, aber als Nachschlagewerk steht es jedem zur Verfügung.

In Deutschland halte ich nur noch Inhousekurse, wenn mich eine Firma anfordert.

Gruß Autor

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  • Moderator
Laut EN ist der Haarriss ein Oberflächenriss...

Heisst aber auch, dass in einer Kanalinspektion niemals ein Haarriss eingegeben werden darf, da der Haarriss eigentlich nur bei einer Materialprüfung bestätigt werden kann. Als Inspekteur kann man ja nicht überprüfen, ob so schmaler Riss durch die Wandung geht, oder nur oberflächlich ist.

Also für mich ist der Haarriss ab sofort tabu!

MFG Kreisi

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  • Registrierter Benutzer
Heisst aber auch, dass in einer Kanalinspektion niemals ein Haarriss eingegeben werden darf, da der Haarriss eigentlich nur bei einer Materialprüfung bestätigt werden kann. Als Inspekteur kann man ja nicht überprüfen, ob so schmaler Riss durch die Wandung geht, oder nur oberflächlich ist.

Also für mich ist der Haarriss ab sofort tabu!

MFG Kreisi

Übrigens: auch ein Oberflächenriss (Haarriss) hat Auswirkung auf die Schadensklassifizierung. (Zustandsklasse)

(Dies entspricht der DWA-M 149-3)

Also immer schön dokumentieren. :smiley1946:

Gruß

JHS

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  • Registrierter Benutzer
winkelried

BITTE DEN HAARRISS NICHT STORNIEREN!!! Der Haarriss oder Oberflächenriss - jedenfalls der Kode BAB A - ist für jeden, der mit den Inspektionsdaten weiterarbeitet, eine ganz wichtige Schadensansprache. Die Objektklassifizierung reagiert nämlich empfindlich auf den Unterschied "Haarriss" - "Riss"!

So hat beispielsweise ein (nicht im Labor untersuchter und nachgewiesener) Haarriss Objektklasse 1 zur Folge.

Ein Riss (von Infiltration/Inkrustation abgesehen) verursacht hingegen gleich einmal Objektklasse 3. MINDESTENS!

Damit wird signalisiert, dass zumindest mittelfristiger Handlungsbedarf an der Stelle des "Risses" erwartet werden muss und dieser Umstand einer vertieften Prüfung bedarf. Andererseits interessiert den Netzbetreiber im Normalfall die EN gleichwie die Klassifizierungsmethodik herzlich wenig. Für den heißt das vielmehr, dass er ab Objektklasse 3 demnächst einmal Geld in die Hand nehmen muss. Wenn das das Erbebnis in Kanälen ist, die er in den letzten 10-15 Jahren eingebaut hat, dann wird das nervöses Zucken und ein unangenehmes Ziehen in der Magengegend auslösen. Wenn diesen Kanälen Objektklasse 1 zugewiesen wird, dann schläft er wie ein Baby. Darum meine Bitte mit Nachdruck: Völlig unabhängig davon, ob mit oder ohne Laborbefund, Kernbohrung oder was weiß ich. Wenn es kein klaffender Riss ist, auch kein offensichtlicher Riss mit sich "noch am Platz befindlichen Segmenten", dann UNBEDINGT einen Oberflächenriss/Haarriss dokumentieren!

Natürlich wissen wir, dass Handlungsbedarf alleine noch nicht unbedingt mit hohen Investitionen verbunden sein muss. Netzbetreiber kennen den Unterschied nicht und sind aufgrund dieses kleinen Unterschieds dann schnell irritiert. Die schauen sich die Objektklassen und die Definition dazu an. Fertig. Völlig in Ordnung so: Den Rest bereiten wir ihnen ja gerne auf!

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  • Anfänger

Hallo allesamt,

ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass dieses Thema so hohe Wellen schlägt. Man muss also feststellen, dass kaum jemand eine konkrete Lösung zu haben scheint und letztlich bleibt nur der Umstand die Inkrustation in Verbindung mit Feuchtigkeit mit dem AG abzustimmen und dies zu dokumentieren.

Des Weiteren noch eine persönliche Meinung zum Thema Fachliteratur:

Ich bin der Meinung man sollte sich mit Werbung in eigener Sache etwas zurückhalten, schließlich geht es hier um einen Erfahrungsaustausch.

Für Werbung gibt es mit Sicherheit eine Ecke in diesem Forum, wo man sich kostenpflichtig der Sache annimmt. Hat so auch den positiven Nebeneffekt, dass das Forum so noch finanziell Unterstützt wird, denn es ist nicht selbstverständlich...

In diesem Sinne vielen dank für die Mühe Admin,

Gruß Marco

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  • Moderator
Übrigens: auch ein Oberflächenriss (Haarriss) hat Auswirkung auf die Schadensklassifizierung. (Zustandsklasse)

(Dies entspricht der DWA-M 149-3)

Also immer schön dokumentieren. :smiley1946:

Gruß

JHS

Das ist mir schon klar, dass Haarrisse bei der Klassifizierung eine Rolle spielen. Aber wie will man als Inspekteur erkennen, ob ein Riss durchgehend oder nur oberflächlich ist.

Beim DWA M149 Teil 3 haben alle Risse eine Gemeinsamkeit, nämlich, dass sie die Stabilität der Rohre beeinträchtigen.

Der Unterschied in der Klassifizierung nach M149 Teil 3 zwischen einem Haarriss und einem "normalen" Riss ist, dass ein "normaler Riss" auch Auswirkungen auf die Dichtheit des Rohres hat. Der Haarriss ist dicht, denn er geht ja nicht durch die gesamte Rohrwandung.

Also, wie kannst Du einen Haarriss als Haarriss dokumentieren, wenn Du nicht weisst, ob er wirklich dicht ist?!?

Inspekteure sind nicht dafür da, dass der Netzbetreiber einen ruhigen Schlaf hat, sondern (Wenn man nach der LWG-§61a-Befürworter-Fraktion geht) um die Umwelt zu schützen. Dann kann ich nicht dem Netzbetreiber einen dichten Kanal bescheinigen, wenn Risse vorhanden sind, von denen ich nicht weiss, ob es Haarrisse sind, oder nicht.

Bisher dachte ich ja auch, dass ein Haarriss eben ein Haarriss ist, wenn er so dünn ist, wie ein Haar. Aber auch ein dünner Riss kann durch die komplette Wandung gehen und ist dann eben kein Haarriss mehr, weil kein Oberflächenriss.

Es wäre schön, wenn der "Autor" sich nochmal zur Definition von Haarrissen zu Wort melden könnte. Schön wäre es natürlich auch, wenn sich andere, die am M149 Teil 3 mitgewirkt haben, mal zu den Haarrissen Stellung beziehen könnten.

MFG Kreisi

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  • Registrierter Benutzer
winkelried

Um das noch einmal zu relativieren: NIEMAND sollte mit Schadensansprachen einen Kanal in einen bestimmten Zustand/Objektklasse "editieren"! Abgesehen davon möchte ich mich keinesfalls hinsichtlich der Schlafgewohnheiten der Netzbetreiber verantwortlich fühlen...

Und bitte nicht vergessen: Wir befinden uns im Kanal! Mir gefällt der Zugang von Kreisi zu der Thematik:

Bisher dachte ich ja auch, dass ein Haarriss eben ein Haarriss ist, wenn er so dünn ist, wie ein Haar.

Warum also ein Haarris mit einer Rissbreite von z.B. 17mm überhaupt angegeben werden KANN, ist mir unverständlich. Aber in der Hoffnung, dass keiner freiwillig auf so eine Idee kommt, lassen wir die Möglichkeit gleich wieder weg.

Von meiner Warte aus sehe ich auch nicht die große Problematik darin, dass man zu einem Haarriss "Infiltration, schwitzen" dokumentiert. Es muss ja anders herum auch nicht unbedingt durch einen klaffenden Riss Wasser eintreten. Die Objektklassifizierung erfolgt dann sowieso nach dem schwersten Einzelschaden, was dann unter Garantie nicht der Haarriss sein wird. Und die Information für das IB bzw. den Netzbetreiber ist dann sinngemäß folgende: "Im Rohr ist ein ganz dünner Riss, der schwitzt/feucht ist" Schön. Genau das will man wissen. Und der Inspekteur will ja auch weiterkommen und nicht aus jedem noch so unspektakulären Schadensbild eine Doktorarbeit machen. Ein Riss ist entweder klein, ein bisschen größer oder ganz ordentlich groß. Dafür gibts 3 Unterscheidungen, die halt irgendwie definiert werden mussten. Und welcher von denen schwitzt oder tropft ist doch für die Ansprache des Rissbildes fürs erste nebensächlich.

Das ist und bleibt aber eine ganz persönliche Sicht auf diese Thematik, die mich als IB interessiert. Ein wissenschaftlicher Zugang sieht da bestimmt grundlegend anders aus.

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...

Also, wie kannst Du einen Haarriss als Haarriss dokumentieren, wenn Du nicht weisst, ob er wirklich dicht ist?!?

Inspekteure sind nicht dafür da, dass der Netzbetreiber einen ruhigen Schlaf hat, sondern (Wenn man nach der LWG-§61a-Befürworter-Fraktion geht) um die Umwelt zu schützen. Dann kann ich nicht dem Netzbetreiber einen dichten Kanal bescheinigen, wenn Risse vorhanden sind, von denen ich nicht weiss, ob es Haarrisse sind, oder nicht.

MFG Kreisi

Also, wie kannst Du einen Haarriss als Haarriss dokumentieren, wenn Du nicht weisst, ob er wirklich dicht ist?!?

Ich dokumentiere das, was ich sehe.

Die Dichtheit eines Kanals ist mit einer Inspektion wohl nicht zu bescheinigen.

mfg

JHS

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winkelried

Hätte ich auch gesagt, JHS: DOKUMENTIEREN WAS MAN SIEHT :encouragement: Fertig.

Und wenn der Haarriss schwitzt, dann schwitzt er.

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Hätte ich auch gesagt, JHS: DOKUMENTIEREN WAS MAN SIEHT :encouragement: Fertig.

Und wenn der Haarriss schwitzt, dann schwitzt er.

Kann man auch dokumentieren.

Ich bleibe dabei: Alles was man sieht wird dokumentiert.

Gruß JHS

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  • Registrierter Benutzer

Genau so .... es ist alles zu dokumentieren was ich sehe, Basta.

Ob nun Harriss mit Feutigkeit oder Falten im Liner, Löcher an der Schachtwand mit Boden sichtbar und fehlendes Steigeisen ... und eben nicht das da jemand die Steigeisen rausgeschlagen hat weil da demnächst ne Leiter reinkommt (woher soll ich denn das bitte wissen) ... Sorry bissl weit ausgeholt mir nur gerade eingefallen.

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