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emma0815

Abschlussarbeit -Kurzliner oder welche Sanierung?

17 posts in this topic

Hallo liebe Kanalgemeinde oder wie nennt man euch? :D

ich bin fasziniert was da unterirdisch so abgeht. ich hab eine Ausbildung im Klärwerk absolviert und micht jetzt ans studieren gewagt - derzeit schreibe ich meine BA über kanalsanierung.

Ich hab ein paar fragen vlt . kann die mir ja jemand vo neuch beantworten.. Ihr kennt euch ja sicher bestens aus.

derzeit habe ich ein paar Haltungen vorliegen und soll nun ein Vorschlag erbringen zur Sanierung.

Mal zur 1. Frage ich hab eine Haltung vorliegen, da besagt die Auswertung, dass 2 Anschlüsse vorhanden sind und eine Infiltration, sprich eindringen von wasser. Kann man hier eine Reparatur nehmen bzw einen Kurzliner oder wäre eine Manschette die bessere Wahl?

Ab wieviel Einzelschäden lohnt sich denn so eine Reparatur nicht mehr?

Welche Sanierungsart nehme ich bei Verschobene Verbindung? Was bedeutet denn der CODE Boden sichtbar genau?

Ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tips geben.

Gerne auch per Email oder PN

 

vielen lieben Dank

Edited by emma0815
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Hallo & willkommen Emma,

 

zu 1) wo kommt denn das Wasser genau ins Rohr, an vielen (jeder) Muffe oder nur im Bereich der Anschlüsse?

Falls überall, macht eigentlich der Inliner SInn, sind es nur die Anschlüße, gibt es partielle Liner mit angeformtem Anschluß (Produktname Hausliner), man kann die Bereiche aber auch auffräsen und quellfähigen Spezialmörten injizieren, der dann von aussen abdichtet, was da besser ist hängt ein wenig vom genauen Schadensbild ab.

Eine Manschette wie Quicklock ist schwierig, da sie den Anschluß überdeckt, wirtschaftlich gesehen wäre übrigens beides eine Reparatur (konsumtiv).

Die Frage bez. "lohnen" bei Reparaturen ist nur für den Einzelfall entscheidbar.

Wie alt ist die Haltung (Abschreibung!)?

Wie ist der Zustand, wie die Hydraulik?

Welchen Aufwand stellt eine Neuverlegung dar? (Kuhdamm Berlin oder Maisacker)?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Reparaturen eher selten wirtschaftich sind und in den meisten Fällen eine komplette Sanierung sinnvoller ist, sei es nun mit einem qual. hochwertigen Inliner oder eben Neubau. Natürlich gibt es Schadensbilder, wo sich eine Reparatur anbietet, aber es ist eben nicht die "eierlegende Wollmilchsau".

Verschobene Verbindung, nur eine oder mehrere?

Ist es nur eine, kann man z.B. an der Stelle aufmachen und einen Schacht errichten.

Sind es viele und nicht zu heftig, kann man die Kanten beifräsen und einen Inliner einziehen.

Ist das Rohr größer als benötigt (auch das gibt es), kann man ein neues Rohr einziehen und den Zwischenraum verdämmen, z.B. DN600 in DN 800.

Boden sichtbar bedeutet, dass Du die Undichtigkeit nicht nur vermutest, sondern sicher feststellst, da Du das umliegende Bettungsmaterial (Sand, Kies, Boden) sehen kannst.

Vielleicht lädst Du das Video mal hoch.

 

 

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Vielen Dank ... das scheint wirklich kompliziert zu sein.

 

Leider habe ich davon kein Video und die Daten kann ich leider nicht einfach so hier einstellen.

Es sind 5 Haltungen die zwei mittleren sind wirklich in einem sehr schlechten Zustand, da würde nur eine Erneuerung Sinn machen- soweit ich das beurteilen kann.

Wäre es möglich, dass du mir vlt per PN weiterhilfst?

Mir ist einiges noch unklar.. würde mich auch revanchieren.

 

Liebe Grüße

 

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Welche Daten liegen Dir denn vor und in welchem Format?

Wenn wir diese hier- evtl.  anonymisiert- einstellen könnten hättest Du die Chance auf verschiedene Meinungen, denn hier werden durchaus verschiedene Sanierungstechniken angewendet.

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ich könnte die erstellten Codes hier einstellen - würde das weiterhelfen?

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Klar das.

Ist dies ein eher fiktives Prüfungsobjekt oder soll das  nachher umgesetzt werden?

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Das ist ein reales Objekt und wird später umgesetzt- aber nicht von mir :)

Ich hab mal die Datei hochgeladen - hoffe es ist soweit ersichtlich...

Schäden am Kanal.pdf

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Das reicht so noch nicht ganz, es fehlen Angaben über die Haltungslängen, die Stationierung der Schäden, die Nennweiten, Rohrmaterial (Bewehrung sichtbar= Stahlbeton?), Baujahr, eine Info, wo die Haltungen liegen (ausgebaute Straße, Grünfläche...), Zugänglichkeit....

 

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ja mehr habe ich leider nicht ...

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ist es nicht möglich mir einfach zu sagen was bei den Haltungen für Sanierungsmöglichkeiten in frage kämen?

ich bin mir nicht sicher was am besten für eine sanierung beim Schadensbild Verformung oder bei Boden sichtbar in frage kommt.

Edited by emma0815
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Aufgrund der Vielzahl und Art der Schäden würde ich folgendes machen:

Ablagerungen mit Hochdruck, Fräse oder Kettenschleuder entfernen (insbesondere klären was für ein Gegenstand einragt, falls Versorgungsleitung, vom Leitungsträger umlegen lassen, dann weg damit)

Spülen, ggfls Fräsen des verstopften HAL

Kalibrierung der Haltungen

Sanierung der gesamten Haltungen mit lichthärtenden Inlinersystem.

Öffnen der Seitenanschlüße, Verpressen der Anschlußbereiche mittels Roboter und Schalung mit Spezialsanierungmörtel wie Ergelit (Damit kann auch das Schadensbild rückliegender Anschluß beseitigt werden.

 

getroffene Annahmen:

- Rohrsystem ist statisch noch tragfähig

- eine geringfügige Querschnittsreduzierung ist hydraulisch unkritisch

 

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Super vielen lieben Dank .. das hilft mir schon deutlich weiter ..

eine Frage hätte ich noch und zwar bei der Zustandsklassifizierung nach DWA M 143 gehe ich da korrekt vor?

Ich hab meine Codes und anhand von den Einzelschäden kann ich ja die Zustandsklasse bestimmen.

Aber wie bestimme ich dann eine Haltung? der größte einzelschaden? Im Merkblatt stehen Rechnungen mit der Sanierungszahlen .. aber versteh nicht ganz ob man die jedesmal berechnet? oder wie man weiterhin vorgeht?

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Für die Bewertung brauchst Du die DWA-M149 Teil 3.

Für jede Haltung kommt dabei eine Sanierungsbedarfszahl (3.2.4.2) und anschließend eine Beurteilung nach 3.2.4.3 heraus.

Da sind auch Beispiele drin.

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ok wie sich die errechnet versteh ich nicht ganz .. aber gut das müsste ich nochmal genauer nachlesen..

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Vielen herzlichen Dank für deine Mühe

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Gerne, wenn noch Fragen sind melde dich einfach.

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Huhu,

eine frage hätte ich da noch.

Was mach ich bei einer verschobenen verbindung wenn ich z.b ein schlauchliner einziehen will? Lass ich das dann so oder wie kann ich den schaden beheben?

Wenn bei einem Rohrbruch Teile fehlen kann ich kleine Stellen mit Mörtel ausbessern oder kann ich es bei einem Schlauchliner auch so belassen? Bzw. muss ich ein verfahren wählen welches mit Ringraumverfüllung vorgeht?

 

Liebe Grüße

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  • Similar Content

    • u-ground
      By u-ground
      Bei unseren Sanierungspackern (ein besonders "gelungenes" Beispiel unten), die wir zum Setzen von Kurzlinern benutzen, kommt es häufig dazu, das diese in kurzer Zeit aussehen wie Buckelwale und dadurch dann irgendwann nicht mehr zu gebrauchen sind, was natürlich zu hohen Kosten führt. Verteidigungsaussagen unserer Sanierer sind dann oft, dass das Harz schon hart ist, wenn man die Packer nach Gebrauch reinigen will und man den Überschuss nicht mehr abbekommt. Ich bin selbst nie als Sanierer tätig gewesen, deshalb fehlt mir die Erfahrung im täglichen Umgang damit, aber irgendwie klingt das für mich wie eine Schutzbehauptung. Nun will ich niemanden den Kopf abreissen, aber schon dafür sorgen, dass die Halbwertzeit der Packer sich durch mehr Pflege und Instandhaltung deutlich erhöht und damit natürlich auch die Kosten reduziert werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies nicht durch ein Plus an Pflege möglich sein kann.
      Daher mal meine Frage, wie ihr das hier so in euerm Arbeitsabläufen integriert, wie oft ihr reinigt, wie ihr reinigt, Tipps zur Pflege (auch wegen ev. Weichmacher in Pflegemitteln), mit welchen Mitteln usw... Wäre schön, ein paar Profi-Tipps dazu zu bekommen...


    • silnon
      By silnon
      Hallo,
      Im April 2010 hatten wir Samstags eine Verstopfung. Der Kanalunternehmer Herr X. spülte ca.
      5 Min. vom Revisionsschacht, dann kam Lehm und ein Rohrsplitter. Dieser Rohrsplitter hatte keineerlei Ablagerungen und auch die Bruchkanten waren nicht verfärbt - wie ein Splitter von einem fabrikneuen Rohr - nur der Kanal ist 30 Jahre alt.
      Von anderer Stelle wollte er nicht spülen und eine TV-Untersuchung wäre nicht notwendig.
      Anhand des Spülschlauches, der 3m im Kanal war bis Lehm kam, lokalisierte er die defekte Stelle unter der Garage.. Für den Aufriss nannte er uns 1000€
      4 Tage später wurde aufgerissen, aber nicht 3m vom Schacht sondern 1m und es wurden Rohre ausgebaut die nicht defekt waren. Es stellte sich heraus, ein Blindrohr, das noch nie Abwasser geführt hatte, endete im Lehm und unsere Verstopfung war an einer anderen Stelle, nicht in dem aufgerissen Bereich.
      Dann wurde doch von einer anderen Stelle gespült. Ein herausgerutschter Dichtungsring unter dem Haus hatte die Verstopfung verursacht. Die Baustelle blieb offen.
      Mit der Rechnung kam dann der Schock. Aus 1000€ wurden 2000€ und für die beiden Spülungen verlangte Herr X. 555€. Nachdem er uns mitteilte das der Keller wegen des Dichtungsrings aufgerissen werden müsste und Kurzliner bei uns nicht gingen; wandten wir uns an ein anderes Kanalunternehmen, welches die Kurzlinersanierung und die Grubenbefüllung machte.
      Dieses Unternehmen schrieb uns eine Beurteilung, die wir an das 1. Kanalunternehmen mit der bitte die Rechnung zu reduzieren, schickten. Keine Reaktion.
      Im April 2012 schickte Herr X. eine Zahlungserinnerung + 250€ Zinsen. Wir gingen zum Rechtsanwalt.
      2 Briefe wurden gewechselt. Dann war wieder Ruhe.
      Im Januar 2014 bekam meine Mutter (Hausbesitzerin) eine Klageschrift zugestellt. Beim Einreichen der Klage hatte Herr X. die Wahl, entweder Gerichtsstand des Erfüllungsortes oder Wohnsitz der Beklagten. Er wählte das 400km entfernte Amtsgericht. 6 Personen mussten 800km fahren.
      Er behauptete vor Gericht, er hätte so groß aufbaggern müssen, weil im vorderen Bereich (zum Revisionsschacht hin) ein Rohrbruch mit einem Lappen abgedeckt war. Wie konnte er das vorher wissen. Er legte dem Gericht unscharfe Bilder vor, bei denen auf dem Rohr eine helle Stelle zu sehen ist. Ich kann keinen Lappen erkennen - es könnte getrocknete Erde sein.
      Das Gericht beauftragte einen Sachverständigen. Er sollte ermitteln ob die Preise ortsüblich sind.
      Er machte 2 Kostenaufstellungen
      1. Die Kosten über das was gemacht wurde und 2. wenn nur die Hälfte aufgerissen worden wäre.
      Jetzt zu meiner Frage: mir ist aufgefallen das der Sachverständige die Kosten und Arbeitszeiten 1:1 aus der alten Rechnung übernommen hat. z.b.. ein Rohr KG 150, 2000mm kostet bei beiden netto 71,10€.
      Für die TV-Untersuchung die hätte gemacht werden müssen, veranschlagte der Sachverständige netto 210€ + 50€ Dokumentation.
      Ganz schön happig, das Blindrohr war 4m und die Verstopfung 6m vom Revisionsschacht entfernt.
      Kann das noch korrekt sein, dass 20 Positionen sowohl auf der Rechnung als auch auf der Kostenaufstellung des Sachverständigen auf den Cent genau übereinstimmen?

      Vielen Dank fürs Lesen.
      Über eine Antwort würde ich mich freuen.
      Gruß Silvia
    • capo
      By capo
      Hallo an Alle Sanierer
      Ich muss einen Vortrag bzw. Präsentation über die verschiedenen Sanierungsverfahren halten
      Mangels fehlender Sanierung in unserer Firma möchte ich hiermit einen großen Aufruf starten.
      Was ich benötige sind gute hochwertige vorher / nachher Bilder von Sanierungen
      z.B. einragende Stutzen, Wurzeleinwüchse usw. Aber auch Bilder und Grafiken die das einfesetzte
      Verfahren gut erläutern.
      Bin für alles danbar was ich bekommen kann
    • DavidGwiosda
      By DavidGwiosda
      Sehr geehrte Community,
      ich hatte heute einen Kunden der unter dem Haus komplett Gussrohr liegen hat. Erhebliche Schäden wurden festgestellt.Mechanische Reingung nicht möglich,da sonst weitere Schäden entstehen können.Die Problematik ist das ein Keller so nicht vorhanden ist,da dieser bewohnt ist.(komplette Etage) und Stemmarbeiten so also die letzte Lösung wären.Welche Möglichkeiten würde es geben,diese Leitungen zu sanieren ohne die Bodenplatte zu öffnen ?
      Mit freundlichen Grüßen,
      David Gwiosda